Auf dem Weg zu besseren Standards in der Systembiologie

25.08.2011

Zweiter COMBINE- Workshop vom 03.-07.09.2011 in Heidelberg  –  Wissenschaftler wollen wichtige Beschreibungsstandards der Systembiologie weiterentwickeln

Die Systembiologie führt experimentelle und theoretische Methoden zusammen, um ganze Organsysteme zu erforschen. Dabei gewinnen die Forscher Daten aus unterschiedlichen Quellen und in verschiedenen Formaten. Um diese heterogenen Daten zusammenzuführen, entwickelten sie in den letzten Jahren zahlreiche  Standards, die jeweils Teilbereiche der Systembiologie abdecken. Dazu zählen zum Beispiel Systems Biology Markup Language (SBML)  als Austauschformat für biologische Computermodelle oder Biological Pathway Exchange (BioPAX) als Standard für biologische  Reaktionswege. Das Problem dabei: Die unterschiedlichen Standards wurden meist unabhängig voneinander entwickelt.

Hier setzt die  internationale  Initiative „Computational Modeling in Biology Network“  (COMBINE) an. Sie will kompatible Standards entwickeln und bereits bestehende Standards aufeinander abstimmen.  Vom 3. bis 7. September 2011 treffen sich in Heidelberg im Studio Villa Bosch mehr als 80 Wissenschaftler aus 13 Ländern zum COMBINE 2011 Workshop.  Das Heidelberger Meeting findet im Anschluss an die „International Conference on Systems Biology Heidelberg/Mannheim“ (ICSB) statt.  Es ist bereits der  zweite Workshop der Initiative, der erste wurde  2010 in Edinburgh veranstaltet.

Auf dem Programm der fünftägigen Veranstaltung stehen zahlreiche Sessions zu Themen wie Semantik mathematischer Modelle, Semantik biologischer Reaktionswege  oder visuelle Repräsentation. Die Wissenschaftler wollen die bestehenden Beschreibungsstandards weiterentwickeln und verbessern. Hauptredner sind Prof. Michael White (University of Liverpool/University of Manchester) und Peer Bork (EMBL).
Gastgeber der Veranstaltung ist das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS). Das HITS will in einer Zeit exponentiellen Datenwachstums in den Naturwissenschaften die datengetriebene Wissenschaft stärken – mit rechnerischen Methoden, Simulationen und Datenmanagement.
Das komplette Programm und alle Informationen zum Workshop sind hier abrufbar: http://co.mbine.org/events/COMBINE_2011

Pressekontakt:
Dr. Peter Saueressig
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Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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