Wissensquellen effektiver erschließen

12.11.2014

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein neues Graduiertenkolleg zum Thema „Adaptive Informationsaufbereitung aus heterogenen Quellen“ bewilligt, an dem auch das HITS  beteiligt ist. Das Forschungs- und Qualifizierungsprogramm für Doktorandinnen und Doktoranden hat eine Laufzeit von zunächst viereinhalb Jahren und wird mit rund vier Millionen Euro gefördert.

Beteiligt am neuen Graduiertenkolleg unter der Federführung der TU Darmstadt sind die Universität Heidelberg und das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS).  Der Fachbereich Media der Hochschule Darmstadt ist enger Kooperationspartner im Bereich Online-Journalismus.

Das Graduiertenkolleg widmet sich der Fragestellung, wie unstrukturierte Informationen aus heterogenen elektronischen Textquellen mit automatisierten Methoden effektiv zu stilistisch einheitlichen und inhaltlich hochwertigen Dossiers aufbereitet werden.
Damit geht das Graduiertenkolleg über das bereits gängige „Data Mining“ hinaus, also das IT-gestützte Markieren, Extrahieren und Auswerten von Wissen aus strukturierten Datenbanken und Tabellen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Darmstadt und Heidelberg nehmen auch die Aufbereitung von Texten unterschiedlichster Qualität, insbesondere aus dem Internet, im direkten Kontakt mit Nutzern der Zukunftstechnologie in den Blick. Dazu wollen sie Methoden entwickeln, die sich an unterschiedliche Genres und Sachgebiete und die Nutzergruppen anpassen.

Arbeitserleichterung für Online-Redakteure

„Von der automatisierten Erstellung solcher Qualitäts-Dossiers „aus einem Guss“ könnten zum Beispiel Online-Redaktionen profitieren. Sie sammeln und bereiten die Informationen aus verteilten Quellen unterschiedlichster Güte und je nach Zielgruppe (etwa Lehrende, Schüler, Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft) auf und müssen sie laufend aktuell halten“, sagt Sprecherin des Kollegs, Professorin Iryna Gurevych vom Fachbereich Informatik der TU Darmstadt. Die Online-Redakteure könnten sich zeitraubende Arbeitsschritte sparen und würden beim „Feinschliff“ ihrer Endergebnisse unterstützt.
Das Graduiertenkolleg erschließt in Breite und Tiefe ein neues, gesellschaftlich und ökonomisch wichtiges Gebiet. Es bringt auf eine einmalige Art und Weise Expertise aus der Computerlinguistik, Sprachtechnologie, Informatik und dem Informationsmanagement zusammen und bildet in einer Verbindung mit fachübergreifenden Angeboten zu Karriereförderung und Chancengleichheit Nachwuchs mit umfassenden, stark nachgefragten Kompetenzen aus.
Kooperationspartner des Graduiertenkollegs sind neben der Hochschule Darmstadt mehrere führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland sowie die Holtzbrinck Publishing Group und Future Management Group AG.

Pressekontakt:
Dr. Peter Saueressig
Head of Communications
Heidelberg Institute for Theoretical Studies (HITS)
Phone: +49-6221-533245
Peter.saueressig@h-its.org
www.h-its.org
Twitter: @HITStudies

Wissenschaftlicher Kontakt:
Prof. Dr. Michael Strube
Group leader Natural Language Processing (NLP)
Heidelberg Institute for Theoretical Studies (HITS)
Phone: +49-6221-533243
michael.strube@h-its.org
www.h-its.org

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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