HITS-Forscher weltweit zitiert

18.12.2015
Tilmann Gneiting & Volker Springel
Prof. Tilmann Gneiting & Prof. Volker Springel (Foto: Gülay Keskin)

Im diesjährigen Ranking „Highly Cited Researchers“ von Thomson Reuters zählen die HITS-Forscher Volker Springel (Astrophysik) und Tilmann Gneiting (Mathematik) wieder zu den weltweit am häufigsten zitierten Wissenschaftlern.

Zwei Wissenschaftler des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) zählen zu den weltweit meistzitierten Forschern. Die Untersuchung „Highly Cited Researchers“ des Thomson Reuters Konzerns ergab, dass die Arbeiten des Astrophysikers Prof. Volker Springel und des Mathematikers Prof. Tilmann Gneiting zu dem einen Prozent der weltweit am häufigsten zitierten Arbeiten ihres Fachbereiches gehören. Das Ranking ist ein wichtiger Indikator für den Einfluss einer wissenschaftlichen Veröffentlichung. Insgesamt sind 3126 Wissenschaftler gelistet, davon gehören 184 mit Erst- oder Zweitaffiliation einer deutschen Institution an.

Prof. Volker Springel hat als Astrophysiker die bislang größten und umfassendsten Computersimulationen des Universums mit konzipiert und durchgeführt, beginnend mit der Millennium-Simulation 2005. Er entwickelte unter anderem den „Arepo“-Code und ermöglichte es dadurch, die vielfältigen Formen und Größen von Galaxien mit Supercomputern zu simulieren. Ein Beispiel hierfür stellt die „Illustris“-Simulation dar, die im Fachjournal „Nature“ publiziert wurde: die bislang detaillierteste Computersimulation der Galaxienentstehung. Am HITS leitet Springel seit 2010 die Forschungsgruppe „Theoretical Astrophysics“, er ist seitdem außerdem Professor für Astrophysik an der Universität Heidelberg.

Prof. Tilmann Gneiting konzentriert sich in seiner Forschung auf die Theorie und Praxis von Vorhersagen und auf die räumliche Statistik. Seit Jahren bereits entwickelt seine Gruppe Methoden für probabilistische Wettervorsagen in Echtzeit. Gneiting arbeitet unter anderem mit dem Deutschen Wetterdienst und dem Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage in Reading, UK, zusammen und entwickelt gemeinsam mit den Partnern neue Ansätze und statistische Verfahren. Seit November 2013 leitet Tilmann Gneiting die Forschungsgruppe „Computational Statistics“ am HITS, außerdem lehrt er seither als Professor am Institut für Stochastik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

Die Zitationshäufigkeit ist eine Messgröße für den wissenschaftlichen Einfluss einer Arbeit. Ermittelt wurden die Werte vom US-Unternehmen Thomson Reuters, das dafür auf wissenschaftliche Datenbanken zurückgriff. Dabei wurde untersucht, wie viele Publikationen eines Wissenschaftlers aus den Natur- und Sozialwissenschaften sowie der Medizin besonders häufig von Kollegen in deren Publikationen zitiert wurden  Evaluiert wurden Publikationen der Jahre 2002-2013. Mehr Informationen auf der Website: highlycited.com.

Pressekontakt
Dr. Peter Saueressig
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HITS Heidelberger Institut für Theoretische Studien
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Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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