HITS: „Journalist in Residence“-Programm für 2016 ausgeschrieben

01.06.2015

Zum fünften Mal bietet das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) berufserfahrenen Wissenschaftsjournalistinnen und –journalisten aus aller Welt die Möglichkeit eines drei- bis sechsmonatigen Gastaufenthalts. Sie erhalten während dieser Zeit Gelegenheit zu einem tieferen Einblick in rechnergestützte, datengetriebene Forschung. Der Aufenthalt wird mit 5000 Euro im Monat vergütet und soll den Journalisten ermöglichen, ohne den Druck des Tagesgeschäfts zu arbeiten. Bewerbungsschluss ist am 15. September 2015, der Aufenthalt soll im Laufe des Jahres 2016 stattfinden.

Am HITS arbeiten rund 120 Wissenschaftler aus 22 Ländern in mittlerweile 12 Forschungsgruppen. Die Themen der Forschung reichen von der Astrophysik bis hin zur Zellbiologie. Eines haben die Forschungsthemen jedoch gemeinsam: Es werden große Datenmengen produziert und verarbeitet. Ein Ziel des Institut ist daher, die Bedeutung der computergestützten, datengetriebenen Forschung (data driven science) für die Naturwissenschaften stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Das Programm richtet sich an freie und festangestellte Journalisten mit mehrjähriger Berufserfahrung und dem Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus, insbesondere Naturwissenschaften und Technik. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um Print- und Onlinemedien oder Rundfunk und TV handelt. Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind jedoch Voraussetzung.

Das HITS durfte bereits vier „Journalists in Residence“ aus Deutschland, Spanien und den USA begrüßen. Erster Teilnehmer des Programms war der preisgekrönte deutsche Wissenschaftsjournalist Volker Stollorz, der von Juli bis Dezember 2012 am Institut arbeitete. Zu seinem Aufenthalt am HITS sagt er: „Die Möglichkeit, eine beträchtliche Zeit mit solchen klugen ‚HITStern‘ verbringen zu können, wird mich noch lange begleiten und meine Arbeit als Wissenschaftsjournalist beeinflussen. Dieses Programm schafft Gelegenheiten, den wichtigen Dialog zwischen Wissenschaft, Wissenschaftsjournalismus und der Öffentlichkeit zu intensivieren.”

„Journalist in Residence“ im Jahr 2013 war die TV-Journalistin Pia Grzesiak (Deutschland). Sie sah in dem Gastaufenthalt eine Chance für Wissenschaftsjournalisten: „Ich war überrascht, wie viele interessante und wichtige Themen hinter diesen Bergen aus theoretischen und unsichtbaren Daten verborgen liegen. Hier am HITS habe ich die Möglichkeit einen näheren Einblick zu bekommen und mich mit Dingen zu befassen, für die sonst im Tagesgeschäft keine Zeit ist. Das ist eine großartige Erfahrung.“

Von August 2014 bis Februar 2015 kam der Wissenschaftsjournalist Dr. Michele Catanzaro (Spanien) ans HITS. Er nutzte unter anderem die Chance, sich mit deutschen Kollegen auf Konferenzen wie der „Wissenswerte“ auszutauschen. „Das Programm bietet freien Journalisten die Gelegenheit, innezuhalten, nachzudenken, zu lernen und an langfristig angelegten Projekten zu arbeiten”, resümierte der promovierte Physiker, der unter anderem für „Nature“ arbeitet. „Die angenehme und anregende Umgebung des HITS bildet den idealen Rahmen für eine solche Erfahrung.“

Seit März dieses Jahres weilt der US-amerikanische Wissenschaftsautor Dr. Larry Krumenaker als mittlerweile vierter Teilnehmer des Programms am Institut. Den „Journalist in Residence“ für das Jahr 2016 wird eine Jury aus den Wissenschaftsjournalisten Martin Schneider (SWR / WPK), Thomas Lemberger (EMBO Press) und Hermann Engesser (Informatik-Spektrum) sowie Wissenschaftlern aus Universitäten, Max-Planck-Instituten und dem HITS auswählen. Das Programm wird in der kommenden Woche auf der World Conference of Science Journalists (WCSJ) in Seoul/Südkorea vorgestellt.

Ausführliche Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

Zum Youtube-Video mit Originalzitaten der bisherigen Journalists in Residence.

Informationsflyer zum Journalist in Residence“-Programm:

HITS_Journalist_in_Residence_2015_PREVIEW

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail an:
Dr. Peter Saueressig
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Heidelberger Institut für Theoretische Studien
E-Mail: peter.saueressig@h-its.org

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

Klicken Sie hier um zur $s Seite zu gelangen.