Kosmologische Jungferntaufe in Heidelberg

23.09.2010

Workshop des „Virgo Consortium“ – führende theoretische Astrophysiker treffen sich am HITS – Supercomputer-Simulationen zur Entstehung von Galaxien und zur Dunklen Materie

Theoretische Astrophysiker aus europäischen Ländern schlossen sich vor fünfzehn Jahren zum „Virgo Consortium“ zusammen. Daraus entstand die führende Arbeitsgruppe in diesem Bereich außerhalb der USA. Das Ziel des Konsortiums ist es, kosmologische Simulationen auf Supercomputern mit höchstmöglicher Präzision durchzuführen und auszuwerten. Das jährliche Arbeitstreffen findet am 27./28.09.2010 erstmals in Heidelberg statt. Gastgeber ist HITS-Gruppenleiter Volker Springel, der zugleich eine Professur für Theoretische Astrophysik an der Universität Heidelberg innehat.

Rund fünfzig Forscher treffen sich im Tagungszentrum Studio Villa Bosch, die Bandbreite reicht vom Doktoranden bis zum Direktor. Mit dabei sind auch Prof. Simon White, Direktor des Max-Planck-Instituts für Astrophysik (MPA) in Garching sowie Prof. Carlos Frenk (Durham University, UK). Im Zentrum des Workshops steht die Auswertung der bislang größten Simulation, die in diesem Sommer auf dem Supercomputer in Jülich gerechnet wurde.

Die Forschungsfelder des Virgo Consortiums umfassen unter anderem die Verteilung von dunkler Materie auf großen Skalen, die Entstehung sogenannter Halos aus dunkler Materie, die Bildung und Entwicklung von Galaxien und Clustern sowie die Physik des intergalaktischen Gases, das den Raum zwischen den Galaxien füllt.
Mehr zum Virgo-Konsortium.
Pressekontakt:
Dr. Peter Saueressig
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Email: peter.saueressig@h-its.org

Wenn Sie Interesse an einem Gespräch mit Volker Springel, Simon White oder Carlos Frenk haben, melden Sie sich bitte per E-Mail.

Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
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HITS Heidelberger Institut für Theoretische Studien
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Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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