Michael Stang (Germany), HITS Journalist in Residence 2016

Michael Stang und T V Padma werden „Journalists in Residence“ am HITS

12.11.2015

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien bietet Wissenschaftsjournalisten die Möglichkeit, durch einen längeren Aufenthalt mehr über rechnergestützte, datengetriebene Forschung zu erfahren. Das Programm wurde inzwischen zum zweiten Mal international ausgeschrieben. Kandidaten aus 23 Ländern hatten sich beworben, die Jury entschied sich für die Wissenschaftsjournalisten Michael Stang (Deutschland) für das Jahr 2016 und für T V Padma (Indien) für 2017.

Michael Stang (Germany), HITS Journalist in Residence 2016
Michael Stang (Deutschland), HITS Journalist in Residence 2016
T V Padma (Indien), HITS Journalist in Residence 2017
T V Padma (Indien), HITS Journalist in Residence 2017

Der deutsche Wissenschaftsjournalist Michael Stang wird als fünfter „Journalist in Residence“ am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) kommen. Das Programm wurde zum zweiten Mal international ausgeschrieben; 40 Kandidaten aus 23 Ländern hatten sich beworben. Eine Jury aus Wissenschaftsjournalisten sowie Wissenschaftlern aus Universitäten, Max-Planck-Instituten und dem HITS wählten unter allen Bewerbern Michael Stang aus, der seine Arbeit am Institut im Februar 2016 aufnehmen wird.

Stang studierte Anthropologie, Ethnologie und Paläontologie / Geologie an der Universität Mainz. Nach dem Magisterabschluss erhielt er von der Bertelsmann-Stiftung ein Stipendium für Wissenschaftsjournalismus und durchlief innerhalb des Programms mehrere Stationen in Print- und Radiomedien.

Seit 2005 arbeitet er als freier Wissenschaftsjournalist in Köln, unter anderem für Radiosender in Deutschland (Deutschlandradio, WDR, BR, SWR), Österreich (ORF) und der Schweiz (SRF), sowie für Zeitungen und Zeitschriften (z. B. die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung).
Gemäß seiner Devise „Wissenschaft ist keine nationale Angelegenheit“, berichtete Stang bereits aus über 30 Ländern. Zudem engagiert er sich stark für den grenzüberschreitenden Journalismus. Stang ist Mitglied von „journalists.network“, einem Recherche-Netzwerk für junge Journalisten, die Erfahrungen im Auslandsjournalismus sammeln möchten. Er arbeitet ehrenamtlich als Botschafter für „Hostwriter“,  ein globales Kooperationsnetzwerk für Journalisten.

Seinen Aufenthalt möchte Michael Stang dafür nutzen, mit den Wissenschaftlern des HITS zu interagieren und mehr über datengetriebene Forschung zu erfahren.

Die Jury entschied sich ferner für T V Padma als „Journalist in Residence“ für das Jahr 2017. Die indische Wissenschaftsjournalistin T V Padma, schreibt zurzeit für internationale und nationale Medien wie Nature, Nature India, Physics World, BioWorld, New Scientist und India Climate Dialogue. Zuvor war sie die erste Bereichsleiterin Südasien für SciDev.Net, eine gemeinnützige, frei zugängliche internationale Wissenschafts-Webseite mit Fokus auf Wissenschaftspolitik und Forschung in Entwicklungsländern, sowie Projektredakteurin am Panos Institute South Asia und Wissenschaftskorrespondentin der Nachrichtenagentur Press Trust of India (PTI).

Das „Journalist in Residence“ Programm bietet seit 2012 berufserfahrenen Journalistinnen und Journalisten mit Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus die Möglichkeit eines drei- bis sechsmonatigen vergüteten Gastaufenthalts. Die Journalisten können während ihres Aufenthalts mit den Forschungsgruppen interagieren, eigene Projekte umsetzen und an internen Kolloquien und Seminaren der HITS-Forscher teilnehmen.
Erster „Journalist in Residence“ am HITS war 2012 der renommierte Wissenschaftsjournalist Volker Stollorz. Er ist inzwischen  Chefredakteur des neuen Science Media Center Germany in Köln. 2013 nutzte die freie TV-Journalistin Pia Grzesiak ihren Aufenthalt intensiv dazu, hinter die „Datenberge“ am HITS zu schauen. Im darauffolgenden Jahr verbrachte der preisgekrönte Wissenschaftsjournalist Michele Catanzaro aus Barcelona sechs Monate am HITS. In dieser Zeit konnte er sich ein genaues Bild von der deutschen Wissenschaftslandschaft machen und viele Kontakte zu deutschen Journalisten knüpfen. 2015 schließlich recherchierte der US-amerikanische Science Writer Larry Krumenaker im Rahmen von e-Book Projekten für Wissenschaftspädagogik am HITS.

Das HITS ist ein privates, gemeinnütziges Forschungsinstitut. Es wurde 2010 von SAP-Mitbegründer Klaus Tschira und der Klaus Tschira Stiftung ins Leben gerufen. Rund 120 Wissenschaftler aus 22 Ländern arbeiten am HITS in mittlerweile zwölf Forschungsgruppen in Bereichen, in denen große Datenmengen produziert und verarbeitet werden – von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Ein Ziel des Instituts ist es, die Bedeutung der computergestützten, datengetriebenen Forschung (data-driven science) insbesondere in den Naturwissenschaften stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Pressekontakt:
Dr. Peter Saueressig
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Twitter: @HITStudies

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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