HITS Jahresbericht

 

Hier können Sie den Jahresbericht 2016 des HITS online lesen und herunterladen.

Vorwort:

Dieses Vorwort führt in den Jahresbericht 2016 ein, doch bevor wir damit beginnen, erlauben Sie uns einen kurzen Blick in das Vorwort zum Jahresbericht 2014. Dort heißt es … „die erste Aufbauphase des HITS ist in allen wesentlichen Punkten abgeschlossen“ und weiter „das Institut [hat] nun seine „Reiseflughöhe“ erreicht“. Mit Blick auf 2016 stellt sich deshalb die Frage: Wie sieht diese „Reiseflughöhe“ aus? Auf der Seite des Institutsmanagements gab es wesentliche Veränderungen:
Gesa Schönberger begann im Januar 2016 ihre Tätigkeit als Geschäftsführerin des HITS und übernahm diese Aufgabe vollständig, als Andreas Reuter im April 2016 sein Amt als Geschäftsführer niederlegte.

Andreas Reuter hat HITS gemeinsam mit Klaus Tschira geplant und aufgebaut. Sein Ausscheiden ist ein großer Verlust. Deshalb sind wir froh darüber, dass er HITS weiterhin beratend als Vorstand der HITS Stiftung zur Verfügung steht (siehe auch Kapitel 10). Zum Ende des Jahres beendete Rebecca Wade außerdem ihre zweijährige Tätigkeit als Institutssprecherin und übergab das Amt zum Januar 2017 an Michael Strube. Die Institutsleitung wird unterstützt von den HITS-Gesellschaftern und dem Wissenschaftlichen Beirat (zu beiden Gremien siehe auch Kapitel 10). Jeannette Wing, seit drei Jahren Mitglied des wissenschaftlichen Beirats, legte ihr Amt Ende 2016 nieder. Das HITS dankt ihr sehr für ihr Engagement und ihre enge Verbundenheit mit dem Institut.
Zu Beginn des Jahres standen wir vor dem Problem, ausreichend Arbeitsplätze für die vielen neuen Wissenschaftler und Studierenden am HITS bereitzustellen. Das änderte sich Mitte des Jahres, als HITS die Villa Reiner komplett übernahm und zusätzlich einen zweiten Standort in Heidelberg eröffnete. Wir gehen davon aus, dass unser neuer Standort im Mathematikon die Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Instituten auf dem Campus der Universität Heidelberg im Neuenheimer Feld erleichtert und intensiviert. HITS ist dort mit der Gruppe „Scientific Databases and Visualization“ (SDBV, Kapitel 2.12) und ihrem Leiter Wolfgang Müller zu finden, in enger Nachbarschaft zu einigen Kooperationspartnern sowie zu anderen Einrichtungen, die Klaus Tschira oder seine Stiftung ins Leben gerufen haben, wie der EML European Media Laboratory GmbH, dem Heidelberg Institute for Geoinformation Technology (HeiGIT) und der Heidelberg Mobil International GmbH.

Was die Zahl der Arbeitsplätze im HITS angeht, haben wir mit Sicherheit inzwischen Flughöhe erreicht. Und die durch die räumlichen Erweiterungen freien Plätze werden der geplanten Gruppe für wissenschaftliche Visualisierung sowie der ein oder anderen neuen Juniorgruppe zur Verfügung stehen. Um im Bild zu bleiben: Trotz „Reiseflughöhe“ werden Gruppen am HITS immer kommen und gehen. Dass das schneller geht als erwartet, bewies die Gruppe „High-Energy Astrophysics and Cosmology“ (HAC, siehe Kapitel 2.6). Christoph Pfrommer begann mit dem Aufbau seiner Gruppe unterstützt durch ERC-Fördermittel im April 2016. Bereits ein Jahr später nimmt er den Ruf auf eine Professur an der Universität Potsdam an und wird eine Forschungsgruppe am dortigen Leibniz Institut für Astrophysik aufbauen.

Das Jahr 2016 hat HITS erneut genutzt, um seine Verbindungen zu anderen Institutionen weiter zu vertiefen und auszubauen: Es wurde wissenschaftlicher Partner der Heidelberg Laureate Forum Foundation und schuf damit die Basis für eine langfristige Zusammenarbeit. Das HITS-Yale-Programm für Astrophysik wurde begonnen; es umfasst zwei Postdoktoranden, die als sogenannte „Tschira Fellows“ je zwei Jahre am HITS und in Yale (USA) arbeiten, sowie eine kontinuierliche Zusammenarbeit beider Institute (siehe Kapitel 6). Neue Wissenschaftskooperationen reichten bis Australien: eine davon ist das „Australian Centre of Excellence for All Sky Astrophysics in 3 Dimensions“ (CAASTRO-3D). Darüber hinaus waren HITS-Wissenschaftler an zahlreichen Veranstaltungen für die Öffentlichkeit beteiligt, wie einer Vortragsserie über Mathematik in der Heidelberger Peterskirche. Die Vorträge wie auch der Tag der offenen Tür des HITS stießen auf große öffentliche Resonanz. Erstmals kam mit Michael Stang ein Hörfunkjournalist als „Journalist in Residence“ ans Institut. Außerdem konnten wir den Wissenschaftsjournalisten Alexander Mäder als Gast begrüßen (siehe Kapitel 4). Trotz aller Kommunikationsaktivitäten waren auch im Jahr 2016 die HITS-Wissenschaftler vor allem damit beschäftigt, ihre hoch innovativen Forschungsprojekte voranzutreiben, und nicht wenige erhielten dafür eine Auszeichnung.

Wir laden Sie ein, sich mit diesem Jahresbericht selbst ein Bild von HITS zu machen. Sie dürften dabei ebenso wie wir feststellen, dass HITS in der Tat seine „Reiseflughöhe“ erreicht hat. Aber wir würden uns nicht wundern, wenn sich diese Höhe in den nächsten Jahren immer wieder ändern wird. Abschließend ist es uns ein großes Anliegen, der Klaus Tschira Stiftung für ihre ständige Unterstützung zu danken. Ohne diese wäre es nicht möglich, die aktuelle „Reiseflughöhe“ zu erreichen, oder unser wichtigstes Ziel: Think beyond the limits!

Dr. Gesa Schönberger, Geschäftsführerin

Prof. Dr. Rebecca Wade, Institutssprecherin 2015-2016