{"id":6256,"date":"2013-10-28T14:40:28","date_gmt":"2013-10-28T13:40:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.h-its.org\/?p=6256"},"modified":"2019-03-22T12:03:30","modified_gmt":"2019-03-22T11:03:30","slug":"informatik-hilft-astronomen-bei-der-erforschung-des-himmels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.h-its.org\/de\/2013\/10\/28\/informatik-hilft-astronomen-bei-der-erforschung-des-himmels\/","title":{"rendered":"Informatik hilft Astronomen bei der Erforschung des Himmels"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die neue HITS-Forschungsgruppe \u201eAstroinformatik\u201c wird Methoden sowie Software f\u00fcr Astronomen entwickeln und dazu beitragen, dass die rasch wachsende Datenmenge in der Astronomie besser analysiert und verarbeitet werden kann. Die Juniorgruppe unter Leitung von Kai Polsterer arbeitet dabei eng mit anderen Heidelberger astronomischen Einrichtungen zusammen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am Heidelberger Institut f\u00fcr Theoretische Studien (HITS) nahm jetzt die neue Junior-Forschungsgruppe \u201eAstroinformatik\u201c ihre Arbeit auf. Sie entwickelt neue Ans\u00e4tze, die stetig wachsende und in verteilten Archiven gespeicherte Datenmenge in der Astronomie zu analysieren und zu verarbeiten. Gruppenleiter ist der Physiker und Informatiker Dr. Kai Polsterer. Damit forschen nun insgesamt neun Arbeitsgruppen am HITS.<br>\u201eWir konzentrieren uns darauf, durch neue Ans\u00e4tze die beobachtenden Wissenschaftler bei ihrer Forschung zu unterst\u00fctzen\u201c, sagt Kai Polsterer. Die neu eingerichtete Juniorgruppe erg\u00e4nzt die Aktivit\u00e4ten der Forschungsgruppe \u201eTheoretical Astrophysics\u201c unter Leitung von Prof. Volker Springel, die sich mit Computersimulationen zur Galaxienentstehung und zur Dunklen Materie befasst. Im Fr\u00fchjahr 2015 wird dann noch eine weitere Forschungsgruppe mit Schwerpunkt Hochenergie-Astrophysik eingerichtet werden und den Bereich Astrophysik am HITS weiter st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><a href=\"https:\/\/www.h-its.org\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Teleskop_USA.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.h-its.org\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Teleskop_USA-300x200.jpg\" alt=\"Teleskop_USA\" class=\"wp-image-6251\" \/><\/a><figcaption>Das Large Binocular Telescope auf dem Mount Graham in Arizona \/ USA. Die beiden Spiegel des Teleskops weisen jeweils 8,40 im Durchmesser auf und sind auf einer gemeinsamen Teleskopstruktur montiert. Hier kommt das \u201eLucifer\u201c-Instrument zum Einsatz. (Foto: Polsterer \/ HITS)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Der Computer hat die Astronomie in den letzten zwanzig Jahren revolutioniert. Dank neuer Detektoren und innovativer Teleskope k\u00f6nnen Astronomen heute Objekte in nie dagewesenem Umfang und mit hoher Aufl\u00f6sung beobachten. Hinzu kommen neue, bisher unerschlossene Wellenl\u00e4ngenbereiche. Spezielle \u201eSurvey Teleskope\u201c durchmustern den Himmel und sammeln kontinuierlich Daten. Kai Polsterer m\u00f6chte den Zugriff der Astronomen auf die in Archiven verf\u00fcgbaren Daten so verbessern, dass Forschung intuitiver&nbsp; stattfinden kann. Als Beispiel nennt er den \u201eSloan Digital Sky Survey\u201c, der mit Bildern in f\u00fcnf Wellenl\u00e4ngen sowie spektroskopischen Detailaufnahmen den Himmel durchmustert und digital zur Verf\u00fcgung stellt. \u201eHier gibt es viele Datensch\u00e4tze zu heben, die Astronomen k\u00f6nnen die Daten aber nicht einfach durchst\u00f6bern, also explorativ arbeiten\u201c, so der 37-j\u00e4hrige. In einem ersten Schritt will er Werkzeuge entwickeln, die Merkmale von Objekten automatisch aus den vorhandenen Daten extrahieren k\u00f6nnen, wie zum Beispiel die sogenannte Rotverschiebung (redshift). Die Rotverschiebung zeigt an, wie weit eine Galaxie von uns entfernt ist. Diese direkt zu messen erfordert einen sehr hohen messtechnischen Aufwand. Daher sind die auf Modellen basierenden, statistischen Werte sehr wichtig f\u00fcr die Astronomen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.h-its.org\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Redshift.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.h-its.org\/wp-content\/uploads\/2013\/10\/Redshift-300x253.png\" alt=\"Redshift\" class=\"wp-image-6253\" \/><\/a><figcaption>Ergebnisse, die mit einem neuen rechnerischen Werkzeug zur Bestimmung der Rotverschiebung von 130.000 Quasaren erzielt wurden. Im vorliegenden Diagramm sieht man den Vergleich zwischen der tats\u00e4chlichen Rotverschiebung (x-Achse) und den Berechnungen, die anhand eines Modells bestimmt werden (y-Achse). (Grafik: Polsterer \/ HITS)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>\u201eDie Zahl der Daten steigt exponentiell an, die der Astronomen nicht\u201c, so Kai Polsterer. Hier k\u00f6nnen Methoden der Informatik helfen. Deshalb arbeitet die neue HITS-Gruppe daran, Ans\u00e4tze des maschinellen Lernens in der Astronomie popul\u00e4rer machen. Kai Polsterer ist in beiden Gebieten zuhause: Nach seinem Informatikdiplom an der TU Dortmund promovierte der geb\u00fcrtige Westfale in Physik und Astronomie an der Universit\u00e4t Bochum. Dort leitete er sp\u00e4ter die Softwareentwicklung im Projekt \u201eLucifer\u201c, an dem auch die Landessternwarte Heidelberg (LSW) und das Max-Planck-Institut f\u00fcr Astronomie (MPIA) beteiligt sind. \u201eLucifer\u201c ist eine Kombination aus Kamera und Spektrograph am weltgr\u00f6\u00dften optischen Teleskop, dem Large Binocular Telescope in Arizona. Dieses Instrument wurde f\u00fcr Untersuchungen im nah-infraroten Spektralbereich gebaut, der f\u00fcr das Auge nicht sichtbar ist. Mit den beiden Heidelberger Einrichtungen LSW und MPIA arbeitet Kai Polsterer auch in Zukunft eng zusammen, ebenso mit dem \u201eGerman Astrophysical Virtual Observatory\u201c unter der Leitung von Prof. Joachim Wambsganss (Universit\u00e4t Heidelberg).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pressekontakt:<\/strong><br>Dr. Peter Saueressig<br>Public Relations<br>Heidelberg Institute for Theoretical Studies (HITS)<br>Phone: +49-6221-533 245<br>Peter.saueressig@h-its.org<br>www.h-its.org<br>Twitter: @HITStudies<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wissenschaftlicher Kontakt:<\/strong><br>Dr. Kai Polsterer<br>Junior Group leader<br>Astroinformatics<br>Heidelberg Institute for Theoretical Studies (HITS)<br>Phone: +49-6221-533 314<br>kai.polsterer@h-its.org<br>www.h-its.org<br>Twitter: @AstroInformatix<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die neue HITS-Forschungsgruppe \u201eAstroinformatik\u201c wird Methoden sowie Software f\u00fcr Astronomen entwickeln und dazu beitragen, dass die rasch wachsende Datenmenge in &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":29484,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[92,1329],"hits-research-group":[1277],"class_list":["post-6256","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-wissenschaftsnews","category-pressemitteilungen","hits-research-group-ain-de"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - 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