Damit Astronomen noch besser beobachten können

3.02.2016

Kai Polsterer, Leiter der Astroinformatics (AIN) Forschungsgruppe am HITS, ist neuer Vorsitzender der Fachgruppe „IVOA Knowledge Discovery in Databases“. Die Gruppe ist Teil des Netzwerks der International Virtual Observatory Alliance (IVOA).

In dieser Gruppe vertreten Kai Polsterer und seine Kollegen die Interessen der Daten getriebenen Analyse mithilfe von Algorithmen des maschinellen Lernens.  Die immer komplexer und umfangreicher werdenden Datensammlungen in der Astronomie sind in Zukunft nur automatisiert analysierbar. Daher befassen sie sich mit neuen Standards für die Schnittstellen und Protokolle die den Zugang zu und die Verarbeitung von den Daten im Rahmen des „Virtual Observatory“ bieten. Das soll gewährleisten, dass neu entwickelte Algorithmen einfach und transparent in Forschungseinrichtungen zur Datenanalyse verwendet werden können. Aktuell wird die Charta und der Aufgabenplan der Gruppe überarbeitet.

Kai Polsterer und seine Forschungsgruppe am HITS entwickeln Methoden sowie Software für Astronomen, die dazu beitragen, dass die rasch wachsende Datenmenge in der Astronomie besser analysiert und verarbeitet werden kann.

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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