Quotenjournalismus – Wie Redaktionen mit den Daten über ihr Publikum umgehen sollten

12.04.2016
Dr. Alexander Mäder (Foto: privat)
Dr. Alexander Mäder

Der Wissenschaftsjournalist Alexander Mäder über die digitalen Möglichkeiten für den Online-Journalismus – öffentlicher HITS-Vortrag am Mittwoch, 20. April 2016, 16.00 Uhr, im Studio Villa Bosch in Heidelberg.

Zum Vortrag auf Youtube

Der Online-Journalismus trägt boulevardeske Züge – auch in Redaktionen, die ansonsten mit dieser Art von Journalismus nichts zu tun haben wollen. In seinem Vortrag erklärt der Wissenschaftsjournalist Dr. Alexander Mäder, dass Redaktionen immer mehr analysieren, wie das Publikum ihr Online-Angebot nutzt und sich in Folge immer stärker nach dessen Gewohnheiten ausrichten. Diese Strategie des „Gehört-werdens“ wirkt bescheiden und leserfreundlich. Aber sie hat auch ihre Nachteile, wie Mäder in seinem Vortrag erläutern wird. Sein Plädoyer: Die Medien müssen den Dialog innerhalb der Gesellschaft unterstützen. Dazu gehört, den Lesern auch  unbequeme Nachrichten zu übermitteln.

Alexander Mäder, der in den vergangenen neun Jahren das Wissenschaftsressort der “Stuttgarter Zeitung” leitete, wird ab Oktober die Chefredaktion des Magazins “Bild der Wissenschaft” übernehmen. Seine Berufslaufbahn begann er bei der “Berliner Zeitung”, wo er volontierte und als Redakteur für Physik und Technik arbeitete. Er hat an der Universität Heidelberg Philosophie mit den Nebenfächern Psychologie und Physik studiert und in einem Graduiertenkolleg des Instituts für Wissenschafts- und Technikforschung der Universität Bielefeld promoviert. Von 2009 bis 2011 war er Vorsitzender der WPK (Wissenschafts-Pressekonferenz), des Berufsverbands der Wissenschaftsjournalisten.

Der Vortrag ist bereits die fünfte HITS-Veranstaltung, die sich rund um das Thema Wissenschaftsjournalismus und aktuelle Medienentwicklungen dreht. Unter den Referenten waren unter anderem der freie Wissenschaftsjournalist Volker Stollorz, die Fernsehjournalistin Pia Grzesiak sowie der in Barcelona ansässige, internationale Wissenschaftsjournalist Michele Catanzaro.

Aus Kapazitätsgründen wird um Anmeldung gebeten: benedicta.frech@h-its.org

Kostenfreie Parkplätze gibt es in der Garage „Unter der Boschwiese“.

Ansprechpartner für weitere Informationen:
Dr. Peter Saueressig
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
HITS Heidelberger Institut für Theoretische Studien
Tel: +49-6221-533-245
peter.saueressig@h-its.org
https://www.h-its.org
Twitter: @HITStudies

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

Zur englischen Seite wechseln oder auf dieser Seite bleiben.