Programmieren von der Pike auf: HITS unterstützt Roboter-Wettbewerb

16.10.2018
Der Fahrroboter wurde so programmiert, dass er selbstständig Büroklammern aufsammeln kann. (Foto: Stefanie Bertsch)

Vom 11.-12. Oktober 2018 fand am Ernst-Sigle-Gymnasium in Kornwestheim (Baden-Württemberg) der Programmierwettbewerb zum Thema „Mathematik und Robotik“ statt. Schülerinnen und Schüler von der neunten bis zur elften Klasse programmierten Roboter, die mit ihrer Umwelt interagieren sollten. HITS-Wissenschaftler Philipp Gerstner bewertete die Ergebnisse als Jurymitglied. Das HITS stellte für den Wettbewerb außerdem 3000€ zu Verfügung.

Insgesamt 28 Schüler und Schülerinnen von neun Schulen nahmen am zweitägigen Programmierwettbewerb teil. Die Aufgabe: Der Microcontroller „Arduino“ sollte so programmiert werden, dass er einen Fahrroboter steuern kann. Der Roboter sollte dann selbstständig unter anderem den richtigen Weg durch ein Labyrinth finden sowie mit Hilfe eines Magneten Büroklammern einsammeln. Alle Teams schnitten gut ab, am Ende gewann das Team des Otto-Hahn-Gymnasiums Böblingen.

HITS-Wissenschaftler und Jurymitglied Philipp Gerstner (rechts) bewertete die Programmierleistungen der einzelnen Teams. (Foto: Stefanie Bertsch)

Bewertet wurden die Leistungen der zehn Schülerteams durch eine Jury. Unter den Jurymitgliedern war HITS-Wissenschaftler Philipp Gerstner, der am letzten Wettbewerbstag die Leistungen der Teams ganz genau unter die Lupe nahm: „Ich war wirklich positiv überrascht, wie motiviert die Schüler und Schülerinnen waren und wie viel Spaß sie beim Programmieren hatten.“ Auch mit den Ergebnissen der zwei intensiven Wettbewerbstage ist der Mathematiker, der selber programmiert, sehr zufrieden: „Die Leistung der Teams war wirklich sehr gut – besonders wenn man bedenkt, dass einige vorher noch nie programmiert haben.“  Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) förderte den Wettbewerb mit 3000€, die unter anderem für die kostspielige Hardware benötigt wurden. Dass solche Wettbewerbe eine Zukunft haben, betont HITS-Forschungsgruppenleiter Prof. Vincent Heuveline, der die Idee zu dieser Kooperation hatte: „Bei dem Wettbewerb konnten wir deutlich sehen, dass das Thema Programmieren nicht nur die computeraffinen Schülerinnen und Schüler anspricht. Durch die richtigen Anreize ließen sich fast alle Jugendliche für IT begeistern.“

Mehr Informationen und Bilder zu dem Wettbewerb finden Sie auf dem Blog des Ernst-Sigle-Gymnasiums.

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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