KBbox ist online!

10.09.2019

Neuer Web Server „KBbox“ hilft Wissenschaftlern bei der Suche nach Methoden zur Analyse molekularer Bindungskinetik

Die Forschung der letzten Jahre hat gezeigt, dass ein besseres Verständnis molekularer Bindungskinetik bestimmte Eigenschaften von Medikamenten vorhersagbarer machen und deren Wirksamkeit wesentlich beeinflussen kann. Auch in der Systembiologie tragen kinetische Daten zum besseren Verständnis der Modellierung von Prozessen bei. All diese Faktoren haben zur Entwicklung zahlreicher computergestützter Untersuchungsmethoden im Bereich Bindungskinetik geführt.

Um Wissenschaftlern einen Überblick über die Vielzahl der bestehenden Methoden zu geben und ihnen bei der Suche nach der für sie am besten geeigneten Methode zu helfen, hat die Forschungsgruppe „Molecular and Cellular Modeling (MCM)“ am HITS einen neuen Webserver eingerichtet: KBbox wurde im Rahmen der EU-Projekte K4DD IMI und dem Human Brain Project entwickelt, ist für alle Nutzer unter https://kbbox.h-its.org/ frei zugänglich und bietet laufend aktualisierte Informationen zu den verfügbaren Methoden, Software Tools sowie eine Reihe von ausführlichen Tutorien zur Nutzung der Tools.

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

Zur englischen Seite wechseln oder auf dieser Seite bleiben.