Was Proteine stabil macht

26. März 2013

Richard Henchman (University of Manchester) erforscht mit Computersimulationen die verschiedenen Faktoren der Stabilität von Proteinen – Forschungsaufenthalt am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) mit Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung

Seit Januar 2013 arbeitet Dr. Richard Henchman (University of Manchester) als Gastwissenschaftler am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) in der Forschungsgruppe Molecular Biomechanics (Leitung: Dr. Frauke Gräter). Der Chemiker kam mit einem Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung für erfahrene Wissenschaftler nach Heidelberg. Es ermöglicht Forschern, ein selbst gewähltes langfristiges Vorhaben in Kooperation mit einem selbst gewählten wissenschaftlichen Gastgeber an einer Forschungseinrichtung in Deutschland durchzuführen.
Dr. Henchman forscht acht Monate lang am HITS und beschäftigt sich dabei mit der Frage, welche Faktoren für die Stabilität von Proteinen bestimmend sind.

Proteine sind in hohem Maße verantwortlich dafür, dass Leben funktioniert. Und doch ranken sich immer noch viele Rätsel um die Frage, wie Proteine arbeiten und wie sie im Aufbau verändert werden können, um nützliche Funktionen auszuüben. Mit seiner Forschung will Richard Henchman dazu beitragen, dass wir die Faktoren der Proteinstabilität besser verstehen. Da Proteine ständig Form und Ort wechseln, ist diese Aufgabe nicht leicht. Ein wichtiger Beitrag zur Stabilität ist es, die Gesamtanzahl der Möglichkeiten zu berechnen, in der sich alle Moleküle anordnen können, sowohl Proteine als auch das wässrige Zellplasma, in dem sie schwimmen.

Während seines Aufenthalts am HITS wird Richard Henchman am Computer eine neue Theorie entwickeln, um diese Frage für Proteine zu beantworten. Er verlässt sich dabei zum einen auf die Expertise seiner Kooperationsparterin Frauke Gräter auf dem Gebiet der Proteinstabilität bei mechanischer Kraftanwendung. Zum anderen greift er auf seine eigenen Forschungserfahrungen in Struktur und Dynamik von wässrigen Systemen zurück.

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Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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