Michele Catanzaro wird neuer „Journalist in Residence“ am HITS

21.01.2014

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien bietet Wissenschaftsjournalisten die Möglichkeit, durch einen längeren Aufenthalt mehr über rechnergestützte, datengetriebene Forschung zu erfahren. Das Programm wurde erstmals international ausgeschrieben. Kandidaten aus 22 Ländern hatten sich beworben, die Jury entschied sich für den in Barcelona lebenden Wissenschaftsjournalisten Michele Catanzaro.

Der in Barcelona lebende Wissenschaftsjournalist Michele Catanzaro wird 2014 als dritter und erster ausländischer „Jounalist in Residence“ an das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) kommen. Das Programm wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal international ausgeschrieben, 36 Kandidaten aus 22 Ländern und 5 Kontinenten hatten sich beworben.Eine Jury aus Wissenschaftsjournalisten, sowie Wissenschaftlern aus Universitäten, Max-Planck-Instituten und dem HITS wählten unter allen Bewerbern Michele Catanzaro aus.

Catanzaro studierte Physik in Rom und promovierte anschließend an der Technischen Universität in Barcelona. Seit 2000 arbeitet er als freier Wissenschaftsjournalist für Medien in Italien, Spanien, Mexiko und Großbritannien, unter anderem für „Nature“, „The Guardian“ und „El Periodico“. Seine Themenschwerpunkte liegen dabei im Bereich Wissenschaft, Medizin und Technik. Er verfasst darüber nicht nur Artikel in vier Sprachen, sondern produziert auch kurze Dokumentationen oder schreibt Drehbücher fürs Fernsehen. Für seine Arbeit erhielt er 2013 den „King of Spain International Journalism Prize“ sowie den „BBVA InnovaData“ Award für ein Projekt im Bereich Datenjournalismus. Seinen Aufenthalt möchte Michele Catanzaro dafür nutzen, mit den Wissenschaftlern des HITS zu interagieren und mehr über die steigende Menge von Daten in der Wissenschaft zu erfahren.

Die Jury wählte außerdem den US-Amerikaner Larry Krumenaker als Journalist in Residence für 2015 aus. Larry Krumenaker studierte Astronomie und promovierte 2008 an der Universität Georgia im Fach „Science Education“. Er verfügt über 25 Jahre Erfahrung im Bereich „Science Writing“ und ist besonders an der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an eine breite Öffentlichkeit interessiert.

Das „Journalist in Residence“ Programm bietet seit 2012 berufserfahrenen Journalistinnen und Journalisten mit Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus die Möglichkeit eines drei- bis sechsmonatigen vergüteten Gastaufenthalts. Die Journalisten können während ihres Aufenthalts Forschungsgruppen bei Publikationen begleiten, eigene Projekte umsetzen und an internen Kolloquien und Seminaren der HITS-Forscher teilnehmen.
Erster „Journalist in Residence“ am HITS war 2012 der renommierte Wissenschaftsjournalist Volker Stollorz, der unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung arbeitet.. 2013 nutzte die freie TV-Journalistin Pia Grzesiak ihren Aufenthalt intensiv dazu, hinter die „Datenberge“ am HITS zu schauen.

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Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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