Pia Grzesiak – Journalist in Residence 2013

11. November 2014

Die Fernsehjournalistin Pia Grzesiak war von April bis Juli 2013 als Journalist in Residence am HITS.
Pia Grzesiak studierte Biologie an der Universität Bonn. Bereits während ihres Studiums arbeitete sie für den WDR in der Redaktion Wissenschaft/Ökologie, unter anderem auch für die Sendung „Hobbythek“. Seit zehn Jahren schreibt sie als freie Wissenschaftsjournalistin Drehbücher und produziert Filme zu naturwissenschaftlichen und medizinischen Themen, vorwiegend für die Wissenschaftsredaktion des SWR Fernsehens in Baden-Baden. Die Palette ihrer Arbeiten reicht vom kurzen Erklärstück bis zur Reportage.

Pia Grzesiak nutzte den Aufenthalt am HITS dazu, Themen aus verschiedenen Feldern der datengetriebenen Wissenschaft zu visualisieren, dabei entstanden zwei Filme. Der Film „Wenn das Blut zu dick wird“  zeigt die Forschung der Molecular Biomechanics (MBM)- Gruppe am „von Willebrand-Faktor“, einem Protein, das maßgeblich an der Blutgerinnung beteiligt ist.

In dem Film „Die Evolution neu berechnen“ zeigt Grzesiak am Beispiel der Scientific Computing (SCO)-Gruppe und deren Stammbaumberechnungen von Insekten, wie Big Data verarbeitet wird und welches wissenschaftliches Potential diese „Datenberge“ haben.

Pia Grzesiak hielt darüber hinaus einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Wissenschaft im Fernsehen – Boulevardisierung eines Bildungsmediums?“, in dem sie erklärte, wie schmal der Grat zwischen einer spannend aufbereiteten Wissenssendung und einer rein unterhaltenden Sendung ohne nennenswerten Informationsgehalt ist. Zum Film.

Über ihren Aufenthalt am HITS sagt sie:

„Ich war überrascht wie viele interessante und wichtige Themen sich hinter diesen Bergen von theoretischen und unsichtbaren Daten verbergen. Hier am HITS hatte ich die Möglichkeit mich mit diesen Dingen zu befassen, für die ich bei meiner täglichen Arbeit keine Zeit habe. Das war eine großartige Erfahrung.“

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

Zur englischen Seite wechseln oder auf dieser Seite bleiben.