HITS-Forscher bauen Bioinformatik-Netzwerke auf

12.02.2015

Die HITS-Köpfe Jonathan Fuller und Xiaofeng Yu haben gemeinsam mit Kollegen vom HITS und anderen Forschungseinrichtungen (EMBL, DKFZ, Universität Heidelberg, Cellzome, u.a.) die Heidelberg Unseminars in Bioinformatics (HUB) ins Leben gerufen. Diese „Unseminare“ unterscheiden sich in einem wesentlichen Punkt von den Konferenzen und Seminaren, die normalerweise im naturwissenschaftlichen Bereich abgehalten werden: Bei Unseminaren sollen sich die Teilnehmer direkt mit eigenen Themenvorschlägen und Ideen einbringen. So wird eine Basis für Diskussionen und Networking gebildet. In einem kürzlich in PLOS Computational Biology erschienenen Artikel haben die HUB-Mitglieder zehn einfache Regeln zur Organisation einer Unkonferenz aufgestellt: Ten Simple Rules for Organizing an Unconference

Doch Unkonferenzen (oder ihre kürzere Form, Unseminare) sind nicht nur etwas für Bioinformatiker. Vielleicht haben auch Sie Lust, sich inspirieren zu lassen oder sich einfach einmal anzuschauen, was bei HUB so geschieht: www.hub-hub.de

Professionelle Netzwerke sind essentiell. Deswegen haben einige HUB-Mitglieder während der Intelligent Systems for Molecular Biology- Konferenz einen Workshop dazu organisiert, wie man im bioinformatischen Bereich erfolgreich netzwerken kann. Name des Workshops war: ‚The „How To Guide” for Establishing a Successful Bioinformatics Network‘.

Auf der Konferenz gingen hochrangige internationale Organisationen auf die Bedeutung beruflicher Netzwerke ein – sowohl auf kleiner Ebene (wie HUB oder VanBUG, die Vancouver Bioinformatics User Group) als auch auf großer (z.B. ELIXIR, ein Zusammenschluss für europaweite Informationsinfrastruktur im Bereich Biowissenschaften, das durch das BMBF geförderte Virtual Liver Network, oder H3ABioNet, ein afrikaweites Bioinformatik-Netzwerk). Ergebnisse der Konferenz wurden unter anderem im Artikel „A Quick Guide for Building a Successful Bioinformatics Community” festgehalten, zu dem viele Teilnehmer beigetragen haben.

Die beiden obengenannten Veröffentlichungen basieren auf einem früheren HUB-Artikel, der unter Mitwirkung von HITS-Kopf Johnathan Fuller (MCM) und Alexandros Stamatakis, Leiter der SCO-Gruppe, entstanden ist („Biggest Challenges in Bioinformatics”, EMBO Reports 2013).

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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