Andreas Reuter sagt „Adieu“ – Wechsel in HITS-Geschäftsführung

18.04.2016

Mitte April 2016 beendete Prof. Andreas Reuter seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS). Er konzentriert sich künftig auf Leitungsfunktionen in anderen von Klaus Tschira gegründeten Institutionen. Seine Nachfolgerin am HITS ist Dr. Gesa Schönberger, die bereits seit Januar diese Position bekleidet.  

Prof. Andreas Reuter (Photo: HITS)
Prof. Andreas Reuter (Photo: HITS)

Zum 15. April 2016 beendete Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Andreas Reuter seine Tätigkeit als HITS-Geschäftsführer. Gemeinsam mit Klaus Tschira hat er seit 1998 die EML European Media Laboratory GmbH, dann ab 2003 parallel dazu das Grundlagenforschungsinstitut EML Research aufgebaut, aus dem vor sechs Jahren das HITS entstand. Seine große Erfahrung  als Wissenschaftsmanager trug besonders in der Zusammenarbeit mit dem Karlsruher Institut für Technologie KIT und der Universität Heidelberg Früchte – von gemeinsamen Berufungen bis zum Einstieg beider Universitäten als Gesellschafter des HITS im Herbst 2014. Nach dem Tod Tschiras im März 2015 übernahm Andreas Reuter die alleinige Geschäftsführung des Instituts.

Zu Reuters Nachfolgerin wurde im Januar 2016 Dr. Gesa Schönberger berufen. Die promovierte Ökotrophologin war zuvor langjährige Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leiterin der Dr. Rainer Wild-Stiftung in Heidelberg. Sie leitet das Forschungsinstitut in Abstimmung mit der Institutssprecherin Prof. Rebecca Wade.  Nach seinem Ausscheiden als HITS-Geschäftsführer konzentriert sich Andreas Reuter nun auf die Leitungsfunktionen, die er in anderen von Klaus Tschira gegründeten Institutionen wahrnimmt, wie der HITS Stiftung, der Heidelberg Laureate Forum Foundation und der EML European Media Laboratory GmbH. Als Seniorprofessor entwickelt er außerdem die IT-Infrastruktur der Universität Heidelberg in Kooperation mit den Forschungseinrichtungen der Region weiter.

Andreas Reuters Berufsleben scheint gleich mehrere professionelle Biografien in sich zu vereinigen: Programmierer und Lehrbuchautor, Universitätsprofessor und Mitgründer einer privaten Hochschule, Wissenschaftler und Wissenschaftsmanager. Wie es dazu kam, erläuterte der passionierte Wanderer bei einem wissenschaftlichen Symposium, das zu seinen Ehren Ende November 2015 im Studio Villa Bosch stattfand: „Ich folgte der alten Empfehlung: Wenn du an eine Weggabelung kommst, folge ihr.“ Nach diesem Motto wurde aus dem freien Programmierer ein Wissenschaftler, der zusammen mit dem Turing-Preisträger Jim Gray ein Buch schrieb, das heute als „Bibel der Transaktionsverarbeitung“ gilt. Reuter gab 1998 seine Position als Prorektor der Universität Stuttgart auf, um eine private englischsprachige Hochschule mitzugründen, und nahm parallel dazu Klaus Tschiras Angebot an, das EML als wissenschaftlicher Direktor und Geschäftsführer aufzubauen.

„Jim Gray und Klaus Tschira haben meinen Weg maßgeblich bestimmt“, sagte Andreas Reuter beim Symposium, das laut Institutssprecherin Rebecca Wade keinen Abschied markierte, sondern lediglich eine neue Kreuzung auf seinem Karriereweg. „Wir danken Andreas Reuter für seine unschätzbar großen Verdienste um das Institut“, sagte Wade. „Und wir freuen uns darauf, dass sich auch in Zukunft unsere Wege kreuzen werden.“

Eine Zusammenfassung des Abschiedskolloquiums für Andreas Reuter mit  Vorträgen international renommierter Wissenschaftler wie den des Turing-Preisträgers Mike Stonebraker finden Sie auf dem HITS-YouTube-Kanal. https://youtu.be/1OwBwq5X3lQ

Pressekontakt
Dr. Peter Saueressig
Head of Communications
HITS Heidelberger Institut für Theoretische Studien
Tel: +49-6221-533-245
Fax: +49-6221-533-298
peter.saueressig@h-its.org

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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