Simulierte Universen

20.03.2017

HITS-Astrophysiker Volker Springel ist Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Urkundenverleihung in Halle

Bei der Übergabe der Urkunde (v.l.n.r.): Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug, Generalsekretärin der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Prof. Dr. Volker Springel, HITS , Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Foto: Markus Scholz / Leopoldina
Bei der Übergabe der Urkunde (v.l.n.r.): Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug, Generalsekretärin der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Prof. Dr. Volker Springel, HITS, Prof. Dr. Jörg Hacker, Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Foto: Markus Scholz / Leopoldina

Galaxien bestehen aus hunderten Milliarden Sternen und zeigen vielfältige Formen und Größen. Wie kann die Entstehung und die Entwicklung dieser riesigen Formationen erforscht werden? Dieser Frage geht der Astrophysiker Volker Springel nach, der am HITS die Forschungsgruppe „Theoretische Astrophysik“ leitet. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen erhielt er jetzt in Halle seine Urkunde als Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Im Rahmen des Festakts hielt Springel einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel „Simulierte Universen: Ursprung und Schicksal unserer Milchstraße.“

Prof. Volker Springel hat die bislang größten und umfassendsten Computersimulationen des Universums konzipiert und durchgeführt. Er ermöglichte mit seinem Computerprogramm „Arepo“, die vielfältigen Formen und Größen von Galaxien mit Supercomputern zu simulieren. Springel zählt nach der Untersuchung „Highly Cited Researchers“ zu den weltweit meistzitierten Forschern seines Fachbereichs.  Die Forschungsgruppe „Theoretische Astrophysik“ des HITS leitet er seit 2010, zugleich ist er Professor für Astrophysik an der Universität Heidelberg.

Die Leopoldina ist eine der ältesten Wissenschaftsakademien der Welt. 1652 gegründet, ist sie der freien Wissenschaft zum Wohle der Menschen und der Gestaltung der Zukunft verpflichtet. Mit ihren rund 1500 Mitgliedern versammelt die Leopoldina hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und zahlreichen weiteren Ländern.

Volker Springel während seines Vortrags. Foto: Markus Scholz / Leopoldina
Volker Springel während seines Vortrags. Foto: Markus Scholz / Leopoldina

Volker Springel ist nach dem Mitgliederverzeichnis der Leopoldina der siebte Heidelberger Physiker, der zum Mitglied der Akademie gewählt wurde. Neben ihm sind dort  Stefan Hell, Thomas Henning, Gisbert zu Putlitz, Hans-Walter Rix, Johanna Stachel und Hans Arwed Weidenmüller vertreten.

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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