„Highly Cited Researchers“ am HITS

27.11.2018

Zwei Wissenschaftler des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) zählen auch in diesem Jahr zu den weltweit meistzitierten Forscherinnen und Forschern ihrer Fachbereiche. Dies ergab die Untersuchung „Highly Cited Researchers“ des US-Unternehmens „Clarivate Analytics“ für 2018. Tilmann Gneiting (Mathematik) und Alexandros Stamatakis (Cross-Field, in den Jahren 2016 und 2017 noch in der Informatik gelistet) sind im Ranking mit der Erstzugehörigkeit (Affiliation) zum HITS vertreten, in der Zweitaffiliation gehören sie dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) an. „Wir freuen uns, dass wir als kleines Institut zweimal genannt werden“, sagt HITS-Institutssprecher Michael Strube. Das Ranking ist ein wichtiger Indikator für den Einfluss wissenschaftlicher Publikationen, die zu den meistzitierten ein Prozent ihres Fachs gehören. Weltweit sind 4000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 21 verschiedenen Fachbereichen gelistet, hinzu kommen 2000 Forscherinnen und Forscher in der neu geschaffenen Kategorie „Cross-Field.“ Diese erfasst Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die über ihr Arbeitsgebiet hinaus  überragenden Einfluss auf mehrere Forschungsfelder ausüben. Damit trägt Clarivate Analytics der zunehmend interdisziplinären Forschung Rechnung.

Auch in diesem Jahr zählen HITS-Forscher zu den am häufigsten zitierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit. Im „Highly Cited Researchers“-Ranking des US-Unternehmens Clarivate Analytics sind Tilmann Gneiting (Mathematik) und Alexandros Stamatakis (in der neuen Kategorie „Cross-Field“) gelistet.

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Prof. Alexandros Stamatakis (Photo: HITS)

Der Informatiker Prof. Alexandros Stamatakis entwickelt Software zur Analyse großer biologischer Datenmengen. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung skalierbarer Methoden und Software zur Analyse molekularer Daten. Stamatakis´ Publikationen beeinflussten damit die Evolutionsbiologie der letzten Jahre nachhaltig. Im Zentrum stehen dabei die Entwicklung von Software zur Berechnung evolutionärer Stammbäume, die Evaluierung und der Einsatz neuer paralleler Rechnerarchitekturen, die Evolution von Krebszellen und die statistische Klassifikation von Darmbakterien. Alexandros Stamatakis entschlüsselte im Rahmen zweier internationaler Forschungsprojekte den Stammbaum der Vögel sowie den Stammbaum der Insekten. Er leitet seit 2010 die HITS-Forschungsgruppe „Scientific Computing“ und ist außerdem Professor für High Performance Computing in den Lebenswissenschaften am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

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Prof. Tilmann Gneiting (Photo: HITS)

Prof. Tilmann Gneiting widmet sich der Theorie und Praxis von Vorhersagen und der räumlichen Statistik. So entwickelt er mit seiner HITS Forschungsgruppe Methoden für probabilistische Wettervorsagen in Echtzeit. Dazu arbeitet Gneiting unter anderem mit dem Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage in Reading, UK, zusammen. Seit November 2013 leitet Tilmann Gneiting die Forschungsgruppe „Computational Statistics“ am HITS, außerdem lehrt er als Professor am Institut für Stochastik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Tilmann Gneiting ist einer von nur zwei deutschen Mathematikern im Ranking.

Die Zitationshäufigkeit ist eine Messgröße für den wissenschaftlichen Einfluss einer Arbeit. Ermittelt wurden die Werte des „Highly Cited Researchers“ Rankings von dem US-Unternehmen Clarivate Analytics. Dabei wurde untersucht, wie viele Publikationen einer Wissenschaftlerin oder eines Wissenschaftlers aus den Natur- und Sozialwissenschaften sowie der Medizin besonders häufig von Kollegen und Kolleginnen in deren Publikationen zitiert wurden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Liste gehören zu den weltweit meistzitierten ihres Fachs. Evaluiert wurden Publikationen der Jahre 2006-2016. Mehr Informationen auf der Website: https://hcr.clarivate.com/

Pressekontakt
Dr. Peter Saueressig
Head of Communications
HITS Heidelberger Institut für Theoretische Studien
Tel: +49-6221-533-245
Fax: +49-6221-533-298
peter.saueressig@h-its.org

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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