Siobhan Roberts – Journalist in Residence 2020

21.01.2021

Die kanadische Wissenschaftsjournalistin und Buchautorin Siobhan Roberts war von September 2020 bis Januar 2021 „Journalistin in Residence“ am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS).

Siobhan Roberts arbeitet seit 2001 als freie Journalistin mit Schwerpunkt Mathematik und Naturwissenschaften. Sie schreibt regelmäßig für englischsprachige Publikationen wie The New York Times „Science Times“ und liefert Beiträge für den Wissenschaftsblog „Elements“ des Magazins „New Yorker“, für „The Walrus“, das „Quanta Magazine“, „The Guardian“ and andere. Außerdem ist sie Autorin zweier Biographien über Mathematiker, über den US-Amerikaner Donald Coxeter und den Briten John Horton Conway.  Für ihre Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Euler Book Prize der Mathematical Association of America.

Während ihrer Zeit am Institut wird sie ein internes Seminar mit den HITS-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern abhalten. Außerdem ist ein öffentlicher Vortrag über die Geschichte des „Storytelling“ in der Wissenschaft geplant. Und nicht zuletzt will sie den Standort Heidelberg nutzen, um die zahlreichen dort ansässigen universitären und außeruniversitären Forschungsinstitute und das Karlsruhe Institut für Technologie (KIT) zu besuchen.

Siobhan Roberts kam Mitte September ans HITS. Trotz der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie konnte sie sich mit einigen HITS-Forscher/-innen im Institut persönlich treffen, andere Begegnungen fanden online statt. Ihr Ziel war es, ihr Verständnis von datengetriebener Forschung erweitern  und die Möglichkeiten für datenjournalistische Projekte ausloten. Sie trieb außerdem ihr aktuelles Buchprojekt voran, die Biographie der Schweizer Mathematikerin Verena Huber-Dyson.

Für die HITS-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler bot Siobhan Roberts im November einen Online-Schreib-Workshop an, der stark nachgefragt wurde. Durch die Pandemie waren indes die Möglichkeiten eingeschränkt, die zahlreichen universitären und außeruniversitären Forschungsinstitute in Heidelberg zu besuchen. Zum Abschluss ihres Aufenthalts hielt Roberts einen öffentlichen Online-Vortrag mit dem Titel „Embracing the Uncertainties.“ Die Aufzeichnung des Vortrags ist auf dem HITS YouTube Kanal zu sehen.

Über Ihren Aufenthalt am Institut sagt sie:

„Das HITS ist einer dieser seltenen Orte, wo man sich in ein Projekt so richtig reinknien kann und dadurch auch Fortschritte macht. Gleichzeitig erweitert man seinen journalistischen Horizont in alle erdenkliche Richtungen. Die bewaldeten Hügel bieten den perfekten Rahmen, um Dinge zu überdenken, zu verarbeiten und neue Wege zu gehen.“

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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