“SoftWipe” – automatische Überprüfung wissenschaftlicher Software

5.07.2021

Digitale Werkzeuge sind in fast allen wissenschaftlichen Disziplinen unerlässlich. Besonders dann, wenn große Mengen an Forschungsdaten anfallen und schnell verarbeitet werden müssen, ist zuverlässige, sorgfältig entwickelte Software entscheidend, um die Daten zu analysieren und richtig zu interpretieren – etwa in der Biologie, der Physik oder aktuell auch in der Epidemiologie. Um die Softwarequalität automatisiert zu bewerten, hat die Computational Molecular Evolution (CME) Gruppe das Tool „SoftWipe“ entworfen.

SoftWipe – Tool und Benchmark zur Bewertung von Codierungsstandards

SoftWipe ist eine in Python3 geschriebene Pipeline, die hauptsächlich frei verfügbare statische und dynamische Codeanalysewerkzeugeverwendet, um die Codequalität von in C/C++ geschriebener Software zu bewerten. SoftWipe übersetzt dafür zunächst die Software in maschinenlesbaren Codeund führt diese anschließend aus, um potenzielle Fehler zu erkennen. Mit Hilfe des Outputs der statischen Codeanalysewerkzeuge berechnet SoftWipe schließlich eine Bewertung für jedes einzelne Analysetool und gibt dann eine Gesamtbewertung aus.

SoftWipe ist auf GitHub verfügbar: https://github.com/adrianzap/softwipe

Weitere Quellen:

Veröffentlichung: Zapletal, A., Höhler, D., Sinz, C. et al.: The SoftWipe tool and benchmark for assessing coding standards adherence of scientific software. Sci Rep 11, 10015 (2021).
https://doi.org/10.1038/s41598-021-89495-8

Pressemitteilung: https://www.h-its.org/2021/05/21/cme-softwipe/

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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