Ausgabe 1 | 2022

22.03.2022

Das Jahr begann für uns am HITS mit einer prestigeträchtigen wissenschaftlichen Auszeichnung:  Ganna Gryn’ova, Leiterin der Gruppe „Computational Carbon Chemistry“ (CCC), erhielt vom Europäischen Forschungsrat (ERC) einen ERC Starting Grant in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Die ERC Grants spiegeln die hohe Qualität unserer Forschung wider. Mittlerweile arbeiten  sechs von dreizehn Gruppen mit Mitteln eines ERC-Grants oder sind als Begünstigte an einem solchen beteiligt.

Forschende aus der „Computational Molecular Evolution“ (CME) Gruppe am HITS waren am Aufbau der digitalen Infrastruktur „Serratus“ beteiligt. Sie ermöglicht Forschenden, öffentliche Sequenzdatenbanken effektiv nach biologischen Viren zu durchsuchen. Bislang konnten damit über 130.000 neue RNA-Viren identifiziert werden – von Corona-Viren über Verwandte des Hepatitis-D-Virus bis zu Bakteriophagen. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „Nature“ veröffentlicht.

Unter dem Titel „Beyond the limits“ stellen wir „SIMPLAIX“ vor, eine Kooperation zwischen dem HITS, der Universität Heidelberg und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), unterstützt durch die Klaus Tschira Stiftung. Die Initiative zielt darauf ab, die Expertise der drei Partner zu bündeln, um in acht Forschungsprojekten Herausforderungen anzugehen, die bei der Überbrückung der Skalen von Molekülen hin zu molekularen Materialien entstehen. Dabei verbinden sich Multiskalensimulation und maschinelles Lernen. SIMPLAIX wird von den HITS-Forscherinnen Rebecca Wade und Frauke Gräter koordiniert.

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

Zur englischen Seite wechseln oder auf dieser Seite bleiben.