Carl Smith – Journalist in Residence 2022

27.06.2022

Der Australier Carl Smith war von Januar bis Juni 2022 „Journalist in Residence“ am HITS. Er ist Wissenschaftsjournalist und Moderator für die Australian Broadcasting Corporation (ABC) in Sydney und beschäftigt sich mit komplexen wissenschaftlichen Themen in Radio, Fernsehen und Online. Zuvor schloss er ein Studium in Molekulargenetik und Journalismus ab. Für seine journalistische Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet: So wurden seine Arbeiten in den Jahren 2018 bis 2020 im jährlich erscheinenden Sammelband „The Best Australian Science Writing“ aufgenommen, und er erhielt einen „Walkley Award.“ Er war 2020 Finalist und 2021 Sieger beim „Eureka“-Preis für Wissenschaftsjournalismus. Smith ist außerdem Mitglied im Vorstand der „Science Journalists Association of Australia.“

Carl Smith kam im Januar 2022 an das Institut. Er wollte über Themen berichten, „die von Australien aus schwer zugänglich sind“, wie er sagt, plante neue Netzwerke für die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch aufzubauen und neue Wege zur Unterstützung von Wissenschaftsjournalist*innen und unabhängiger Wissenschaftsberichterstattung in Australien zu erkunden. Er nutzte seine Zeit hier, „um mich aus den wöchentlichen filings und deadlines -auszuklinken und mir neue Projekte auszudenken“.

Während seines Aufenthalts konzipierte und arbeitete er an einer Reihe von Profilen über Forschende, die in ungewöhnlichen Teilen der Welt arbeiten, für eine neue Serie von Audio- und Textbeiträgen. Dazu gehörten auch selbst finanzierte Reisen zu Orten in Deutschland, Estland, Frankreich und der Schweiz.

Außerdem traf er sich mit Vertreter*innen verschiedener Publikationen und Organisationen des deutschen Wissenschaftsjournalismus, wie der WPK, dem Science Media Center Germany, Spektrum, Riff Reporter und anderen HITS „Journalists in Residence.“

Als Mitglied der „Science Journalists Association of Australia“ erörterte er Möglichkeiten für Austauschprogramme zwischen australischen und europäischen Journalisten. Und nicht zuletzt brachte er seine Erfahrungen in das neue EU-weite Journalists-in-Residence-Programm des ERC ein, das im Laufe des Jahres 2022 nach dem Vorbild des HITS-Programms gestaltet wird.

Darüber hinaus nahm Carl Smith die Gelegenheit wahr, in das Leben am HITS einzutauchen, und nahm an Vorträgen, Gruppenmeetings und Social Events teil. Er organisierte ein internes Seminar für die HITSters zur Vermittlung von Wissenschaft an Kinder und gab einen öffentlichen Vortrag über verschiedene Strategien im Umgang mit der Corona-Pandemie.

Über seinen Aufenthalt am Institut sagt er: „Das HITS Journalist in Residence Programm ist ein Segen für den unabhängigen Wissenschaftsjournalismus und ein Angebot, das ich mir auch in anderen Teilen der Welt wünschen würde. Es ermöglicht Journalisten, sich vom Termindruck zu lösen und sich auf die Art von Projekten zu konzentrieren, die sie überhaupt erst zum Journalismus gebracht haben.“

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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