Ausgabe 3 | 2022

16.09.2022

Kaum ein Schlagwort ist in den letzten Jahren so sehr Bestandteil des menschlichen Alltags geworden wie „Künstliche Intelligenz“ – von der Sprachassistenz über autonomes Fahren bis hin zu „Deep Fakes“ in Videoclips. Die Wissenschaft indes beschäftigt sich schon seit langem mit den Methoden, die hinter dem Schlagwort stecken. Der Informatiker Jan Stühmer gehört zu den Forschenden, die neuartige Algorithmen und Modelle dafür erarbeiten. Seit dem 1. September leitet er die neue HITS-Juniorgruppe „Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz“ (MLI). Jan Stühmer wurde zugleich als Juniorprofessor an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) berufen.

Ein Team von Astrophysiker*innen unter Beteiligung von HITS-Gruppenleiter Fabian Schneider hat die sprichwörtliche – unsichtbare – Nadel im stellaren Heuhaufen gefunden: ein inaktives Schwarzes Loch mit stellarer Masse, das sich in unserer Nachbargalaxie, der Großen Magellanschen Wolke, befindet. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal „Nature Astronomy“ publiziert.

Die Rubrik „Beyond the Limits“ ist dem Tag der offenen Tür gewidmet: Erstmals nach vier Jahren lud das HITS wieder die Bevölkerung ein und bot neben Vorträgen, Mitmachstationen und Präsentationen erstmals auch Führungen durch den historischen Garten auf dem Campus an.

Über das HITS

Das HITS (Heidelberger Institut für Theoretische Studien) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitbegründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als privates, gemeinnütziges Forschungsinstitut gegründet. Es betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Zu den Hauptforschungsrichtungen zählen komplexe Simulationen auf verschiedenen Skalen, Datenwissenschaft und -analyse sowie die Entwicklung rechnergestützter Tools für die Forschung. Die Anwendungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Ein wesentliches Merkmal des Instituts ist die Interdisziplinarität, die in zahlreichen gruppen- und disziplinübergreifenden Projekten umgesetzt wird. Die Grundfinanzierung des HITS wird von der Klaus Tschira Stiftung bereitgestellt.

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