HITS Junior Gruppenleiter Fabian Schneider hat seine Habilitation an der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität Heidelberg erfolgreich abgeschlossen.
Fabian Schneider erforscht über seine wissenschaftliche Karriere hinweg das turbulente Leben massereicher Sterne. Der Astrophysiker forschte als „Hintze Research Fellow” an der Universität Oxford, nachdem er in Bonn promoviert hatte, erhielt ein Postdoktorandenstipendium am Christ Church College (ebenfalls in Oxford) und kam dann als Gliese Fellow an das Zentrum für Astronomie der Universität Heidelberg. Während seiner Zeit in Heidelberg war Fabian Schneider auch Gastwissenschaftler am HITS in der PSO-Gruppe unter der Leitung von Friedrich Röpke. Im Oktober 2019 veröffentlichte er zusammen mit Kollegen aus Garching und Oxford eine Studie in „Nature“ über den Ursprung von Magnetfeldern bei Sternverschmelzungen.

Im Jahr 2020 erhielt er einen European Research Council (ERC) Starting Grant und entschied sich für HITS als Gastinstitution für seine neue Gruppe. Dieser Zuschuss des ERC in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro ermöglichte ihm die Gründung einer HITS-Nachwuchsgruppe zur Stellar Evolution Theory (SET). Im Jahr 2021 würdigte die Astronomische Gesellschaft (AG) seine Arbeit zur Erforschung der Entwicklung massereicher Sterne, Doppelsterne und Supernovae mit dem Ludwig-Biermann-Preis für herausragende, junge Forscher. Sein kontinuierlicher Beitrag auf dem Gebiet der theoretischen und computergestützten Astrophysik führte zur vierten Habilitation, die von einem HITSter erreicht wurde.
Das HITS (Heidelberger Institut für Theoretische Studien) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitbegründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als privates, gemeinnütziges Forschungsinstitut gegründet. Es betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Zu den Hauptforschungsrichtungen zählen komplexe Simulationen auf verschiedenen Skalen, Datenwissenschaft und -analyse sowie die Entwicklung rechnergestützter Tools für die Forschung. Die Anwendungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Ein wesentliches Merkmal des Instituts ist die Interdisziplinarität, die in zahlreichen gruppen- und disziplinübergreifenden Projekten umgesetzt wird. Die Grundfinanzierung des HITS wird von der Klaus Tschira Stiftung bereitgestellt.
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