Wissenschaft im TV – Boulevardisierung eines Bildungsmediums?

1. August 2013

Die Fernsehjournalistin Pia Grzesiak erläutert in einem Youtube-Video, wie schmal der Grat zwischen einer spannend aufbereiteten Wissenssendung und einer rein unterhaltenden Sendung ohne nennenswerten Informationsgehalt ist. Pia Grzesiak war von April bis Juli 2013 „Journalist in Residence“ am HITS. Das Programm ermöglicht Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten die vertiefende Beschäftigung mit rechnergestützter, datengetriebener Forschung unabhängig vom Druck des Tagesgeschäfts. Auch für 2014 wird wieder ein „Journalist in Residence“ gesucht. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2013.

Auf allen Kanälen und zu allen Tageszeiten können wir sie konsumieren: Wissenschaftssendungen im Fernsehen. Wie hat sich dieses Genre in den letzten Jahrzehnten entwickelt? Und was bedeutet diese Entwicklung für Wissenschaftsjournalisten von heute? Diesen und anderen Fragen ging die Fernsehjournalistin Pia Grzesiak in ihrem Vortrag „Wissenschaft im Fernsehen – Boulevardisierung eines Bildungsmediums?“ nach, den sie in Heidelberg beim HITS-Kolloquium im Studio Villa Bosch hielt. Der Vortrag ist nun in voller Länge als Video zu sehen.
Damit endet der Aufenthalt von Pia Grzesiak als „Journalist in Residence 2013“ am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS). Von April bis Ende Juli entwickelte sie Ideen, schrieb Drehbücher und organisierte ein internes Seminar mit jungen HITS-Forschern. „Journalist in Residence“ bietet berufserfahrenen Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten einen drei- bis sechsmonatigen Gastaufenthalt. Sie erhalten während dieser Zeit Gelegenheit zu einem tieferen Einblick in rechnergestützte, datengetriebene Forschung. Der Aufenthalt soll den Journalisten ermöglichen, ohne den Druck des Tagesgeschäfts zu arbeiten. Die Jury wählte bislang die Wissenschaftsjournalisten Volker Stollorz (Juli bis Dezember 2012) und Pia Grzesiak aus. Das HITS schreibt das Programm nun zum dritten Mal aus. Erstmals erstreckt sich die Ausschreibung auch auf internationale Bewerber. Bewerbungsschluss ist am 15. September 2013, der Aufenthalt soll im Januar 2014 beginnen.
Am HITS arbeiten rund 100 Wissenschaftler aus 15 Ländern in mittlerweile acht Forschungsgruppen. Die Themen der Forschung reichen von der Astrophysik bis hin zur Zellbiologie. Eines haben die Forschungsthemen jedoch gemeinsam: Es werden große Datenmengen produziert und verarbeitet. Ein Ziel des Institutes ist daher, die Bedeutung der computergestützten, datengetriebenen Forschung (data driven science) für die Naturwissenschaften stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Das Programm richtet sich an freie und festangestellte Journalisten mit mehrjähriger Berufserfahrung und dem Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus, insbesondere Naturwissenschaften und Technik. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie für Print- und Onlinemedien, Radio oder Fernsehen arbeiten. Gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift sind Voraussetzung.
Ausführliche Informationen zur Ausschreibung finden Sie hier.

Pressekontakt:
Dr. Peter Saueressig
Public Relations
Heidelberg Institute for Theoretical Studies (HITS)
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Peter.saueressig@h-its.org
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Twitter: @HITStudies

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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