Gegen den Strom: Wissenschaft und Journalismus in Indien (mit Video)

3.05.2017

Die Wissenschaftsjournalistin und HITS „Journalist in Residence“ T.V. Padma (Delhi / Indien) spricht über die Herausforderungen und Chancen für die indische Wissenschaft und für Wissenschaftsjournalisten in der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt. Öffentlicher HITS-Vortrag am Mittwoch, 10. Mai 2017, 16.00 Uhr, im Studio Villa Bosch in Heidelberg. (Video des Vortrags siehe unten)

T.V. Padma (photo: HITS)
T.V. Padma (photo: HITS)

Der „schlafende Riese“ ist erwacht: Indien hat eine schnell wachsende Wirtschaft und immer mehr gut ausgebildete Menschen. Das Land ist bekannt für seine IT-Spezialisten, macht mit einem großen Solarenergieprogramm auf sich aufmerksam und beteiligt sich an internationalen Weltraumforschungsprojekten. Doch zugleich kämpft Indien mit einer hohen Mütter- und Kindersterblichkeit, mit Tuberkulose und Infektionskrankheiten wie Malaria und mit dem Mangel an sauberem Trinkwasser. Wissenschaft, Forschung und Technologie spielen eine wichtige Rolle auf dem Weg zu wirtschaftlichem Fortschritt, Armutsbekämpfung und umweltfreundlicher Nachhaltigkeit.

In einem öffentlichen Vortrag des Heidelberger Instituts für Theoretische Studien (HITS) erläutert die indische Wissenschaftsjournalistin T.V. Padma, welchen Stellenwert Wissenschaft und Forschung heute in der indischen Gesellschaft einnehmen und wie die tägliche Arbeit der Wissenschaftsjournalisten in der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt aussieht.  Unter dem Titel „Against the Odds: Indian Science and Science Journalism” berichtet sie über die heutige Wissenschaft Indiens und darüber, wie sie in den dortigen Medien reflektiert wird. Sie beleuchtet dabei ebenso Parallelen zu den aktuellen Themen der Wissenschaftskommunikation wie auch spezifische indische Probleme.

T.V. Padma schloss ihr Studium mit einem Bachelor of Science in Botanik (Honours) und einem Master of Science mit Schwerpunkt Genetik und Mikrobiologie an der University of Delhi ab. Mit einem nationalen Stipendium für Postgraduierte erwarb sie außerdem ein Diplom in Bioethik. Sie arbeitet seit 2014 als freie Wissenschaftsjournalistin für „Nature“, „Nature India“, „New Scientist“, „Physics World“, „BioWorld“, und andere Medien. Zuvor arbeitete sie als Wissenschaftskorrespondentin für die führende Nachrichtenagentur Indiens, Press Trust of India (PTI) und Redaktionsleiterin des ersten Südasien-Regionalbüros von SciDev.Net, einem gemeinnützigen frei zugänglichen Internetportal, das sich auf Wissenschaftspolitik und Forschung in den Entwicklungsländern konzentriert. Seit Mitte Februar 2017 ist sie „Journalist in Residence“ am HITS.

Der Vortrag ist bereits die siebte HITS-Veranstaltung, die sich um das Thema Wissenschaftsjournalismus und aktuelle Medienentwicklungen dreht. Unter den Referenten waren unter anderem der Chefredakteur von Bild der Wissenschaft Dr. Alexander Mäder, der freie Wissenschaftsjournalist und Leiter des Science Media Center Deutschland  Volker Stollorz, der Hörfunkjournalist Michael Stang sowie der in Barcelona ansässige, internationale Wissenschaftsjournalist Dr. Michele Catanzaro.

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Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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