Siobhan Roberts und Carl Smith werden „Journalists in Residence“ am HITS

25.11.2019

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) bietet Wissenschaftsjournalisten die Möglichkeit, durch einen längeren Aufenthalt mehr über rechnergestützte, datengetriebene Forschung zu erfahren. Das Programm wurde zum vierten Mal international ausgeschrieben. Kandidaten aus sechs Kontinenten hatten sich beworben, die Jury wählte Siobhan Roberts (Toronto, Kanada) für das Jahr 2020 und Carl Smith (Sydney, Australien) für 2021 aus.

Siobhan Roberts (photo: Christopher Wahl BW)

Die kanadische Wissenschaftsjournalistin und Buchautorin Siobhan Roberts wird in diesem Jahr als „Journalistin in Residence“ ans Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) kommen. Das Programm wurde zum vierten Mal international ausgeschrieben. Für den Aufenthalt hatten sich Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten aus sechs Kontinenten beworben. Unter den Bewerbern waren sowohl freie Journalisten als auch festangestellte Redakteure. Eine Jury aus Wissenschaftsjournalisten sowie Wissenschaftlern aus Universitäten und dem HITS wählte Siobhan Roberts für das Jahr 2020 aus. Sie wird ihre Arbeit am Institut im August 2020 aufnehmen.

Siobhan Roberts arbeitet seit 2001 als freie Journalistin mit Schwerpunkt Mathematik und Naturwissenschaften. Sie schreibt für englischsprachige Publikationen wie  The New York Times, Quanta Magazine, New Yorker, The Guardian and andere. Außerdem ist sie Autor zweier Biographien über Mathematiker, über den US-Amerikaner Donald Coxeter oder den Briten John Horton Conway.  Für ihre Arbeiten wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem auch mit dem Euler Book Prize der American Mathematical Society.

Während ihres Aufenthalts am HITS will Siobhan Roberts ihr Verständnis von datengetriebener Wissenschaft erweitern und ihr Wissen über Forschungsfelder wie Carbonchemie, Astroinformatik und Evolutionsbiologie vertiefen, die alle am HITS erforscht werden.

Carl Smith (Photo: ABC)

Die Jury entschied sich außerdem für Carl Smith aus Sydney, Australien, als “Journalist in Residence” für das Jahr 2021. Er ist angestellter Wissenschaftsjournalist und Moderator bei der Australian Broadcasting Corporation (ABC) und arbeitet an komplexen Wissenschaftsgeschichten für Radio, Fernsehen und Internet. Carl Smith studierte Molekulargenetik und Journalismus. Er erhielt mehrere Preise, unter anderem einen “Walkley Award”, der als das autralische Pendant zum Pulitzer-Preis gilt, und war unter den Gewinnern desThe Best Australian Science Writing in den Jahren 2018 und 2019.

Das „Journalist in Residence“ Programm bietet seit 2012 berufserfahrenen Journalistinnen und Journalisten mit Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus die Möglichkeit eines drei- bis sechsmonatigen vergüteten Gastaufenthalts. Die Journalisten können während ihres Aufenthalts mit den Forschungsgruppen interagieren, eigene Projekte umsetzen und an internen Kolloquien und Seminaren der HITS-Forscher teilnehmen.

Bislang waren acht Journalistinnen und Journalisten aus Indien, USA, Spanien und Deutschland als „Journalist in Residence“ am HITS (siehe „Alumni“ https://www.h-its.org/de/presse/journalist-in-residence-programm/alumni ). Sie konnten ihren Aufenthalt auch nachhaltig nutzen. Zum Beispiel schrieb der Wissenschaftsjournalist Volker Stollorz während seines Aufenthalts am HITS das Konzept für ein deutsches Science Media Center. Im Jahr 2016 wurde das „Science Media Center Germany“ gegründet, das Journalisten dabei unterstützt, die Expertise der Wissenschaft in den öffentlichen Diskurs einzubringen (https://www.sciencemediacenter.de/). Stollorz hat gemeinsam mit HITS-Forschern den „OperationExplorer“ entwickelt, ein Werkzeug zur Datenrecherche im Gesundheitssystem ( https://opex.sciencemediacenter.de/)

Das HITS ist ein privates, gemeinnütziges Forschungsinstitut. Es wurde 2010 von SAP-Mitbegründer Klaus Tschira und der Klaus Tschira Stiftung ins Leben gerufen. Rund 120 Wissenschaftler aus 20 Ländern arbeiten am HITS in zwölf Forschungsgruppen in Bereichen, in denen große Datenmengen produziert und verarbeitet werden – von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Ein Ziel des Instituts ist es, die Bedeutung der computergestützten, datengetriebenen Forschung (data-driven science) insbesondere in den Naturwissenschaften stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Medienkontakt:
Dr. Peter Saueressig
Head of Communications
Heidelberger Institut für Theoretiscje Studien (HITS)
tel +49-6221-533-245
peter.saueressig@h-its.org
http://www.h-its.org/
Twitter: @HITStudies

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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