Beeinflusst der Schreibstil die Wirkung wissenschaftlicher Texte?

28.06.2021
Wie entstehen erfolgreiche wissenschaftliche Texte?

Die Bedeutung und Qualität neuer Forschungsergebnisse in einem wissenschaftlichen Artikel wird oft dadurch gemessen, wie häufig dieser Artikel zitiert wurde. Es bleibt aber unklar, inwieweit der Schreibstil die Wirkung eines wissenschaftlichen Artikels qualitativ beeinflusst. Der sogenannte „impact factor“ ist von entscheidender Bedeutung sowohl für den wissenschaftlichen Fortschritt als auch für die Karriere von Wissenschaftler/-innen. Aber lässt sich auch der Einfluss eines nichtwissenschaftlichen Faktors – des Schreibstils – auf die Wahrnehmung der wissenschaftlichen Ergebnisse eines Artikels messen? Das wollen wir in diesem Projekt herausfinden.

Unsere Hypothese: Ein Artikel, der leicht und unterhaltsam zu lesen ist, wird häufiger gelesen und zitiert als ein Artikel, der weniger griffig geschrieben ist. Diese Hypothese überprüfen wir, indem wir mit Methoden maschinellen Lernens den Grad der Lesbarkeit und Kohärenz eines Textes zu untersuchen. Unser Projekt will eine fundierte Diskussion über die Qualität des Schreibens anregen, um erfolgreiche wissenschaftliche Texte zu ermöglichen.

Dieses Projekt wurde als Marsilius Projekt gemeinsam mit Vera Nünning, Universität Heidelberg, begonnen. und als HITS Lab Projekt mit den drei Beteiligten fortgesetzt. Das Projekt wurde im April 2021 beendet.

Beteiligte:
Frauke Gräter (MBM)
Michael Strube (NLP)

Mitglied:
Florian Franz (MBM)

Publikationen/Software:
Scopus software tool https://f-hits.shinyapps.io/scopus/.


Event:
Online workshop “I’m a scientist, not a writer!”, 2. Dezember 2020.

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