„Journalist in Residence“: Michele Catanzaro am HITS

18.08.2014

Der in Barcelona lebende Wissenschaftsjournalist Michele Catanzaro ist jetzt als „Journalist in Residence“ am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS). Das Programm bietet Wissenschaftsjournalisten einen längeren Aufenthalt an dem Institut, das datengetriebene Forschung von Astrophysik bis Zellbiologie betreibt. Für die erstmals international ausgeschriebene Position hatten sich Kandidaten aus 22 Ländern beworben.

Der Wissenschaftsjournalist Michele Catanzaro beginnt heute, am 15. August, seinen Aufenthalt als dritter und erster ausländischer „Journalist in Residence“ am Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS). Das Programm wurde im vergangenen Jahr zum ersten Mal international ausgeschrieben. Eine Jury aus Wissenschaftsjournalisten sowie Wissenschaftlern aus Universitäten, Max-Planck-Instituten und dem HITS wählten den in Barcelona lebenden gebürtigen Italiener unter 36 Kandidaten aus 22 Ländern und 5 Kontinenten aus.

Catanzaro studierte Physik in Rom und promovierte anschließend an der Technischen Universität in Barcelona. Seit 2000 arbeitet er als freier Wissenschaftsjournalist für Medien in Italien, Spanien, Mexiko und Großbritannien, unter anderem für „Nature“, „The Guardian“ und „El Periodico“. Seine Themenschwerpunkte liegen dabei im Bereich Wissenschaft, Medizin und Technik. Er verfasst darüber nicht nur Artikel in vier Sprachen, sondern produziert auch kurze Dokumentationen oder schreibt Drehbücher fürs Fernsehen. Außerdem ist er Ko-Autor des Buches „Networks: A very short Introduction“, das auf Englisch und Spanisch erschienen ist. Für seine Arbeit erhielt er 2013 den „King of Spain International Journalism Prize“ sowie den „BBVA InnovaData“ Award für ein Projekt im Bereich Datenjournalismus. Seinen Aufenthalt möchte Michele Catanzaro dafür nutzen, mit den Wissenschaftlern des HITS zu interagieren und mehr über die steigende Menge von Daten in der Wissenschaft zu erfahren.

Das „Journalist in Residence“ Programm bietet seit 2012 berufserfahrenen Journalistinnen und Journalisten mit Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus die Möglichkeit eines drei- bis sechsmonatigen vergüteten Gastaufenthalts. Die Journalisten können während ihres Aufenthalts Forschungsgruppen bei Publikationen begleiten, eigene Projekte umsetzen und an internen Kolloquien und Seminaren der HITS-Forscher teilnehmen.
Erster „Journalist in Residence“ am HITS war 2012 der renommierte Wissenschaftsjournalist Volker Stollorz, der unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung arbeitet. 2013 nutzte die freie TV-Journalistin Pia Grzesiak ihren Aufenthalt intensiv dazu, hinter die „Datenberge“ am HITS zu schauen.

Das HITS wurde 2010 als Forschungsinstitut der gemeinnützigen Klaus Tschira Stiftung (KTS) gegründet. Rund 100 Wissenschaftler aus 22 Ländern arbeiten am HITS in mittlerweile zehn Forschungsgruppen in Bereichen, in denen große Datenmengen produziert und verarbeitet werden – von der Astrophysik bis zur Zellbiologie. Ein Ziel des Instituts ist es, die Bedeutung der computergestützten, datengetriebenen Forschung (data-driven science) insbesondere in den Naturwissenschaften stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Pressekontakt:
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Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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