Knet-Proteine und Schuhkarton-Computer

09.03.2010

Der Kindergarten „Pusteblume“ besuchte das HITS – Besuch im Rahmen des Projektes „Berufswelt der Eltern“ – Wie erklärt man Vierjährigen Proteine und Computersimulationen?

Volles Haus am Schloss-Wolfsbrunnenweg: Sechzehn Kinder des Kindergartens „Pusteblume“ in Heidelberg besuchten gemeinsam mit ihren Erzieherinnen das Institut für Theoretische Studien (HITS). Im Rahmen des Projektes „Berufswelt der Eltern“ sollen die Kinder den Arbeitsplatz der Eltern kennenlernen und mal schauen, was Mama oder Papa den ganzen Tag so machen. So weit so gut. Doch wie erklärt man vier- bis sechsjährigen Kindern seinen Beruf, wenn man sich mit der Computersimulation von molekularen Proteinverbindungen beschäftigt?

Vor dieser Frage stand Dr. Stefan Richter vom HITS, dessen Tochter Julia den Kindergarten „Pusteblume“ besucht. „Ihr spielt doch sicher gerne fangen?“, fragt Stefan Richter die Kinder, „Proteine machen das auch, nur die haben keine Arme, um sich festzuhalten. Wie machen die das also?“ Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, lässt Richter die Kinder eine eigene Computersimulation durchführen – nur, dass der Computer aus einem alten Schuhkarton und den Kindern Leah und Benjamin besteht. Die beiden sind der Speicher des „Computers“, der sich die Ergebnisse merkt.

[vc_empty_space height=“10px“]Dann hält Julias Papa verschiedenfarbige Knetkugeln hoch. „Das sind jetzt unsere Proteine“, sagt er, „und jetzt schauen wir mal, welche von denen sich mögen und welche nicht.“ Die Kugeln kommen in den Schuhkarton, der von den Kindern kräftig geschüttelt wird. Dann wird nachgeschaut, welche Knetkugeln wie oft aneinander hängen bleiben. Der Trick daran: in einigen Kugeln steckt ein Magnet, in anderen nicht. Nur die Kugeln mit Magneten bleiben mit ihren entgegengesetzten Polen aneinander hängen.

[vc_empty_space height=“10px“]Die beiden „Speicher“ notieren fleißig die Ergebnisse und hinterher haben die Kinder ein statistisches Ergebnis, welche der Knetproteine wie oft eine Verbindung eingehen. Zum Abschied gibt es für jedes Kind noch eine Packung Knete und einen Magneten zum Experimentieren für zu Hause. Ob die Kinder jetzt alle Biochemiker werden wollen? „Natürlich“, sind sich die Kinder einig, „da darf man dann den ganzen Tag mit Knete spielen!“

[vc_empty_space height=“10px“]Pressekontakt:
Dr. Peter Saueressig
HITS gGmbH
Schloss-Wolfsbrunnenweg 35
69118 Heidelberg
Telefon: +49 6221 – 533 – 245
Fax: +49 6221 – 533 – 298
Email: peter.saueressig@h-its.org

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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