Mathematik im Alltag: Spielkarten, Seife und ein Zelt

18.06.2012

Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) mit Experimenten bei „Explore Science“ –  Mitmachstationen zum Thema „Optimierung“ im Luisenpark – Exklusiv: Original-„Enigma“- Maschine erinnert an Alan Turing

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) nimmt mit drei Mitmachstationen an „Explore Science“ teil, den naturwissenschaftlichen Erlebnistagen der Klaus Tschira Stiftung im Mannheimer Luisenpark. Vom 20. bis 24. Juni zeigen die HITS-Wissenschaftler, welche Rolle Mathematik bei der Lösung naturwissenschaftlicher Probleme spielt. Die Mitmachstationen sind für Nachwuchsforscher ab der 3. Klasse geeignet und laden zum Ausprobieren und Experimentieren ein. Außerdem zeigt das HITS eine Original „Enigma“- Chiffriermaschine und erinnert damit an den Mathematiker Alan Turing, der am 23. Juni 2012 hundert Jahre alt geworden wäre.

Optimal: Drei Stationen zeigen, wie es sich rechnet

HITS bei Explore Science 2012
Zum Mitmachen: Sortieren nach Zahlen (Foto: HITS)

Sortieren erleichtert sowohl Menschen als auch Computern die Arbeit, denn lange Listen sind schwer zu überblicken. Wie Computer mit Hilfe von Rechenanweisungen (Algorithmen) sortieren, erklären die HITS-Datenbankspezialisten und bieten ein spannendes Spiel für schnelle Denker an: Wer Lust hat, kann direkt gegen Algorithmen antreten und Spielkarten um die Wette sortieren. Im Forschungsalltag helfen Sortieralgorithmen den HITS-Informatikern, große Datenmengen, wie zum Beispiel in der Systembiologie, besser zu strukturieren und auszuwerten.

Was ist der Unterschied zwischen einem aufgespannten Zelt und einer schlaffen Plastiktüte? Das  Zelt gehorcht dem mathematischen Prinzip der Tensegrity – einer inneren Spannung, die für Stabilität sorgt. In einem Quiz können Gäste selbst Alltagsgegenstände nach Tensegrity Strukturen bestimmen – eine spannende Angelegenheit. Die Forscher der Molekularen Biomechanik-Gruppe des HITS gehen mit Hilfe mathematischer Modelle der Frage nach, wie mechanische Kräfte biologische Prozesse beeinflussen.

An der dritten Station steht ein mathematisches Problem im Vordergrund: Gesucht wird die kürzeste Strecke zwischen mehreren Punkten. Seifenlauge kann hier helfen, denn sie spannt sich immer im Energieminimum. Hier hilft also die Physik der Mathematik. Die HITS-Forscher hingegen nutzen in ihrer täglichen Arbeit die Mathematik, um physikalische Prozesse besser zu verstehen, zum Beispiel die Proteinfaltung. Wie das genau funktioniert, erfahren Besucher vom 20.-24. Juni im HITS-Zelt auf dem Campus an der Seebühne im Mannheimer Luisenpark.

100 Jahre Alan Turing – Das Rätsel der „Enigma“

Dort präsentiert das HITS exklusiv bei  „Explore Science auch eine Original „Enigma“-Chiffriermaschine aus dem Jahr 1942. Damit wird an den Mathematiker und Computerpionier Alan Turing erinnert, der  am 23. Juni 2012 hundert Jahre alt geworden wäre. Mit der „Enigma“ verschlüsselte die deutsche Armee im Zweiten Weltkrieg ihre Funksprüche, vor allem im U-Boot-Krieg.  Alan Turing und seinem Team gelang es, den Code der Enigma zu entschlüsseln. An einem interaktiven Walzenmodell können die  Besucher selbst ausprobieren, wie die Verschlüsselung funktionierte. Die „Enigma“ und das Walzenmodell sind Leihgaben des Heinz Nixdorf MuseumsForums, Paderborn.

Das HITS-Zelt bei Explore Science ist von Mittwoch, 20.Juni, bis Freitag, 22. Juni, von 9 bis 17 Uhr, am Samstag, 23. Juni, und Sonntag, 24. Juni, von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Pressekontakt:
Dr. Peter Saueressig
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49-6221-533 245
Fax: +49-6221-533 298
Peter.saueressig@h-its.org
www.h-its.org
Twitter: @HITStudies

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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