Wissenschaftliche Vorhersagen: Modelle und Daten statt Kristallkugeln

06.10.2017

„Summer School“ in Heidelberg im Rahmen des „ScienceFore“ Projekts unter Leitung von Tilmann Gneiting (HITS) zu Methoden probabilistischer Prognosen. Das Projekt wird mit einem ERC Advanced Grant von der Europäischen Union gefördert.

Group photo in the garden of the Internationales Wissenschaftsforum Heidelberg (Photo: HITS)

„Que sera, sera“: Die Zukunft ist immer ungewiss. Deshalb sollten Vorhersagen probabilistisch sein und Wahrscheinlichkeiten abbilden. In den letzten Jahren erleben wir einen Paradigmenwechsel von deterministischen oder Punktvorhersagen hin zu probabilistischen Vorhersagen. Das ScienceFore Projekt unter der Leitung von HITS-Forscher Prof. Tilmann Gneiting (CST) will diese Entwicklungen nachhaltig unterstützen, indem es theoretische Grundlagen für wissenschaftlich fundierte Vorhersagen begründet, eine Vorreiterrolle in der Entwicklung entsprechender statistischer Methoden einnimmt und diese in wichtigen Anwendungsproblemen zum Einsatz bringt.

Vom 3. bis 6. Oktober 2017 organisierte die CST-Gruppe die “ScienceFore Summer School“ im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg, gemeinsam mit HITS-Alumnus Prof. Fabian Krüger (Universität Heidelberg). Rund 40 Teilnehmer aus vier Kontinenten diskutierten Themen wie die Evaluation von Vorhersagen, Vorhersagmethoden über die verschiedenen Disziplinen hinweg oder statistische Nachbearbeitung von Ensemble-Vorhersagen. Gastredner waren Dr. Tom Hamill und Dr. Michael Scheuerer von der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA, Boulder / Colorado), Dr. Thordis Thorarinsdottir (Norwegian Computer Center) und Prof. Barbara Rossi (Pompeu Fabra University, Barcelona/Spanien). Außerdem fanden mehrere Tutorials statt, in denen Softwarewerkzeuge vorgestellt wurden.

This project has received funding from the European Union’s Seventh Framework Programme for research, technological development and demonstration under grant agreement no 290976.

Sebastian Lerch beim Software-Tutorial.
Software-Tutorial.
Tutorial Session.
Tutorial session.
Fragen aus dem Publikum.
Michael Scheuerer während seines Vortrags über “Statistical Postprocessing”.
Die Organisatoren der ScienceFore Summer School (v.l.n.r.): Patrick Schmidt, Sebastian Lerch, Peter Vogel, Kira Feldmann, Fabian Krüger, Alexander Jordan, Tilmann Gneiting. (alle Fotos HITS)
Die Organisatoren der ScienceFore Summer School (v.l.n.r.): Patrick Schmidt, Sebastian Lerch, Peter Vogel, Kira Feldmann, Fabian Krüger, Alexander Jordan, Tilmann Gneiting. (alle Fotos: HITS)

Über das HITS

Das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) wurde 2010 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940-2015) und der Klaus Tschira Stiftung als private, gemeinnützige Forschungseinrichtung ins Leben gerufen. Das HITS betreibt Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, der Mathematik und der Informatik. Dabei werden große, komplexe Datenmengen verarbeitet, strukturiert und analysiert und computergestützte Methoden und Software entwickelt. Die Forschungsfelder reichen von der Molekularbiologie bis zur Astrophysik. Die HITS Stiftung, eine Tochter der Klaus Tschira Stiftung, stellt die Grundfinanzierung der HITS gGmbH auf Dauer sicher. Die Mittel dafür erhält sie von der Klaus Tschira Stiftung. Gesellschafter des HITS sind neben der HITS Stiftung die Universität Heidelberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das HITS arbeitet außerdem mit weiteren Universitäten und Forschungsinstituten sowie mit industriellen Partnern zusammen. Die wichtigsten externen Mittelgeber sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Europäische Union.

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